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Linden Kein Weihnachtsmarkt, kein Weihnachtsbaum
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Kein Weihnachtsmarkt, kein Weihnachtsbaum
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00:18 12.12.2015
So weihnachtlich sah 2014 der Küchengarten aus. Heute ist der Platz leer. Quelle: Meise
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Hannover

Überall in der Stadt weihnachtet es. Nur in Linden verbreiten deutlich weniger Lichter adventliche Stimmung als in den vergangenen Jahren. Weil der Gewerbeverein Lindengut knapp bei Kasse ist, muss der Stadtteil dieses Jahr auf seine Weihnachtsbäume und einen eigenen Stadtteilweihnachtsmarkt verzichten. Und das, wo der Einzelhandel gerade im Kerngebiet des Vereins, in Linden-Mitte, boomt wie noch nie. Nur sind längst nicht alle Ladenbetreiber bereit, für die Gemeinschaftsaktionen des Vereins in die Kasse zu greifen. „Der Weihnachtsmarkt ist ein wahnsinniger Aufwand, den wir als Ladenbetreiber nicht stemmen können“, erklärt „Stoffreich“-Geschäftsführerin Andrea Eifler.

2013 und 2014 organisierte Lindengut jeweils einen mehrtägigen Weihnachtsmarkt auf dem Küchengartenplatz. Prächtige Bäume zierten außerdem auch den Marktplatz und den Schwarzen Bären. In diesem Jahr wurde das alles gestrichen. Als Ersatz veranstalteten einige Läden am Wochenende ein „Himmlisches Vergnügen“. Einige kleine Stände in den Parkbuchten der Stephanusstraße boten die Produkte der jeweiligen Läden im Außenverkauf. Hier gab es Muffins, dort Glühwein. „Ist das ein Weihnachtsmarkt?“, fragte ein Passant seine Frau im Vorbeigehen etwas verwundert.

Irritiert über das unweihnachtliche Szenario in seinem Stadtbezirk zeigte sich auch der Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube. „Der Bezirksrat hätte sicherlich ausgeholfen. Aber es gab keinen Antrag auf Unterstützung“, so Grube. Auch für eine Notfall-Weihnachtsbaum-Unterstützung aus der eigenen Kasse ist es nun zu spät. Der Bezirksrat tagt in diesem Jahr nicht mehr, der Haushalt ist abgeschlossen.

Der Versuch, mit dem „Himmlischen Vergnügen“ etwas Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, misslang. Die Aktion lockte nur wenige Kunden zusätzlich nach Linden-Mitte. Hutverkäuferin Astrid Ries gibt ihren Glauben an den Weihnachtszauber in Linden nicht auf. Im nächsten Jahr will man erneut versuchen, das Geld für die Tannen einzutreiben.

Von Mario Moers

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