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Das sind die neuen Spots in Lindens Gastro-Szene

Mio Mio, Härtekrug, Kilimanjaro, Trattoria da Giorgio Das sind die neuen Spots in Lindens Gastro-Szene

Neue Zutaten in Lindens Gastro-Potpourri: Das Mio Mio hat einen anderen Betreiber, der Härtekrug wird zur Trattoria, und mit dem Kilimanjaro soll afrikanische Küche nun die Speisekarte im Stadtteil bereichern. 

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Angela und Piero Giorgio Mele aus der Trattoria da Giorgio übernehmen den Härtekrug.

Quelle: Jan Philipp Eberstein

Hannover. Wer im Mio Mio essen gehen möchte, steht zurzeit vor verschlossenen Türen. Das Metallgitter ist vorgezogen - aber eine Tafel verkündet, dass das beliebte Restaurant an der Deisterstraße ab September unter neuer Regie „in gewohnter Manier“ an den Start gehen wird. Das ist nicht die einzige Neuerung in der Lindener Gastronomie. Auch in den Räumen der seit einiger Zeit geschlossenen Kultkneipe Härtekrug in der Falkenstraße tut sich etwas. Die Inhaber der benachbarten Trattoria da Giorgio übernehmen das Lokal, um dort ihre italienische Küche anzubieten. Und für die Räume, die sie frei machen, gibt es auch schon einen Interessenten: Der Betreiber des afrikanischen Restaurants Kilimanjaro in der Altstadt will in Linden eine Zweigstelle eröffnen.

Herr Mo übernimmt das Mio Mio

„Wir haben das Mio abgegeben“, sagt Kadir Elveren. Fünf Jahre war er Chef des Lokals, das er zu einer über die Grenzen Lindens hinaus bekannten Adresse gemacht hat. „Für uns war das einfach nicht mehr zu schaffen, wir haben zu viele andere Projekte“, erklärt Elveren. Nun übernimmt sein langjähriger Angestellter Muammer Oezen, den alle nur unter dem Namen „Herr Mo“ kennen. Allzu viel verändern will er nicht, weder am Ambiente noch an der Küche. Bis zum 1. September wird noch renoviert, dann eröffnet das Restaurant mit „traditioneller italienischer Karte, neu interpretiert“. Als Küchenchef hat „Herr Mo“ Tobias Scharfenberg an seiner Seite, der früher Sous-Chef im Hotel Schweizerhof war. Und ganz wichtig: Der Teig für die berühmte Pizza kommt weiterhin von Elverens Gastroteam.

Der weiß sein Mio Mio bei „Mo“ in guten Händen. Letztlich zwang ihn der Erfolg seiner gastronomischen Ideen, sein Stammlokal abzugeben. Denn der 39-Jährige und seine Frau Francesca haben ein zweites Standbein. Oder besser gesagt: vier. Ihre Pizza-Manufaktur Francesca & Fratelli gibt es mittlerweile an der Limmerstraße (mit Weinbar gegenüber), am Engelbosteler Damm in der Nordstadt und in der Seilwinderstraße in der City. Zum 1. September kommt eine Filiale in den Räumen des früheren Spago in der Calenberger Esplanade dazu. Dort wird fortan frische Pasta und Pizzateig für alle vier Fratelli-Standorte produziert. „Wir müssen unsere Kräfte jetzt konzentrieren“, sagt Elveren.

Die hochgelobte Pizza von der Limmerstraße gibt es jetzt auch in der City – und großstädtischen Schick gleich dazu.

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Das hat zur Folge, dass er auch ein anderes Projekt aufgeben muss. In den Räumen am Schwarzen Bären, in denen er früher die Burgerbar Ohnesorg betrieben hatte, wollte er Waldis Trinkhalle eröffnen, eine Mischung aus Späti-Kiosk und Musikbar. „Wir hatten schon alles umgebaut, Zeit und Geld investiert - und dann haben wir den Zuschlag beim Spago bekommen.“ Nach dauerhaften Streitereien mit dem Vermieter des Hauses am Schwarzen Bären, das seit mehr als drei Jahren unter einer Plane verhüllt ist, zieht Elveren nun an diesem Standort einen Schlussstrich.

Trattoria da Giorgio zieht in den Härtekrug

Die neuen Betreiber, die in die Räume des Härtekrug einziehen, sind gute alte Bekannte. Seit 35 Jahren betreiben Angela und Piero Giorgio Mele ihre Trattoria da Giorgio in der Falkenstraße 24. Die beiden und ihr Lokal kann man getrost als Lindener Institution bezeichnen. Und diese wird dem Stadtteil auch in bewährter Form erhalten bleiben.

„Wir ziehen um, weil sich für uns eine günstige Gelegenheit bietet“, erklärt Angela Mele. Vor neun Jahren hatten sie und ihr Mann bereits das Ladenlokal im benachbarten Haus in der Falkenstraße 22 zum italienischen Feinkostimbiss umgebaut und vor vier Jahren erweitert. Zwischen beiden Standorten aber liegt die Eleonorenstraße, die das Gastronomenpaar ungezählte Male am Tag überqueren muss. Das ändert sich mit dem Wechsel in die Härtekrug-Räume, die direkt an den Imbiss angrenzen. Sie werden ab Mitte August grundlegend saniert. „Das ist auch bitter nötig“, sagt Piero Giorgio Mele. Er und seine Frau hoffen, dass zum 1. November alles fertig ist. Das Mobiliar aus ihrer Trattoria wollen sie weitgehend mitnehmen. Von dem einen oder anderen Möbelstück werden sie sich aber trennen müssen, weil im neuen Lokal weniger Platz ist.

Die Fußballkneipe Härtekrug mit ihrer deftigen Küche mit Currywurst, Bratkartoffeln und Schnitzel war beim Lindener Szenepublikum sehr beliebt. 2011 hatte Heiko Seeger sein Lokal an seinen damaligen Mitarbeiter Ruben Rode übergeben, der es nun aufgegeben hat. Seeger betreibt heute das Lux im Capitol-Hochhaus.

Kilimanjaro geht nach Linden

„Ich habe sehr viele Gäste aus Linden - und darum will ich dort auch ein Restaurant eröffnen“, sagt Karlo Dana Ly. In der Alstadt betreibt der Senegalese bereits seit knapp drei Jahren das afrikanische Restaurant Kilimanjaro. Derzeit verhandelt er mit dem Eigentümer über die Räume in der Falkenstraße 24, die nach dem Auszug der Trattoria da Giorgio frei werden. Dana Ly, der sich stets mit Vornamen vorstellt, kam zur Expo nach Hannover, arbeitete im afrikanischen Pavillon - und blieb. Sein bewährtes gastronomisches Konzept aus der Altstadt will er nach Linden importieren. Und wenn alles klappt, gibt es auch dort bald Spezialitäten wie Kochbanane, Lamm mit Erdnussbuttersoße oder das senegalesische Nationalgericht Thiéboudienne.

Ein Stück Afrika in der Altstadt Hannovers - mit afrikanischer Lebensfreude und Speisen aus der Ferne.

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  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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