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Linden Kleingärtner trotzen dem Feuerteufel
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Kleingärtner trotzen dem Feuerteufel
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02:15 13.08.2016
Brandgeschwärzte Ruinen: Im Meerrettichweg ist ein Schaden von insgesamt rund 28 000 Euro entstanden. Quelle: privat
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Hannover

Ein oder mehrere Brandstifter hatten am 31. Juli am hellichten Sonntagnachmittag zwei Gartenhäuser angezündet, die nur wenige hundert Meter voneinander entfernt stehen. Die Polizei hat zwar die Ermittlungen aufgenommen, aber noch keine Hinweise auf den Täter. Die Laubenpieper lassen sich indes nicht verunsichern. „Wir nehmen das gelassen, weil wir ohnehin nichts dagegen machen können“, bringt Kolonieleiter Hartmut Feike die allgemeine Stimmung auf den Punkt.

Gleich zwei Laubenbrände an einem Tag haben die Kleingartenkolonie Schwarze Flage am Lindener Berg erschüttert. 

Die verkohlten Überreste auf den beiden Parzellen im Meerettichweg erinnern noch an die Brandstiftungen. Ansonsten sind die Kleingärtner wieder zum Alltag übergegangen, obwohl bei vielen die Sorge besteht, dass es beim nächsten Mal die eigene Gartenlaube treffen könnte. „Wie soll man das unterbinden?“, fragt Feike. „Es gibt hier viel Publikumsverkehr, da kann man nicht jeden Besucher in Augenschein nehmen.“ Der Lindener Berg sei bei Spaziergängern sehr beliebt und viele Bereiche der Kolonie schwer einsehbar. Eine verdächtige Person, die eine Brandstiftung plant, sei kaum zu entdecken.

"Das Gartenleben geht weiter"

„Das Gartenleben geht weiter“, sagt Feike. Auch die beiden Pächter, deren Lauben niedergebrannt seien, wollen offenbar weitermachen und ihre Gärten nicht aufgeben. „Es ist nur schade, dass manche Gärten nicht gut versichert sind“, sagt Feike. Bei Brandstiftung helfe nur eine Zusatzversicherung, weiß der Kolonieleiter.

Offenbar genauso hilflos wie die Kleingärtner ist auch die Polizei. Die Kripo konnte bei der Untersuchung der Brandorte zwar feststellen, dass es sich in beiden Fällen um eine vorsätzliche Tat handelt. Doch die weiteren Ermittlungen gestalten sich schwierig. „Wir haben noch keine Hinweise erhalten, die uns weitergebracht hätten“, sagt Polizeisprecher Holger Hilgenberg. Die Beamten untersuchen auch Zusammenhänge zwischen den beiden Feuern, die fast zeitgleich ausbrachen. Über die bisherigen Ermittlungsergebnisse will die Polizei aber keine Aussage machen.

Zeugen, die Hinweisevzu den Bränden geben können, werden gebeten, sich unter Telefon 1 09 55 55 an die Polizei wenden.

Von Christian Link

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