Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Linden Biber kehrte ans Leine-Ufer in Linden-Nord zurück
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Biber kehrte ans Leine-Ufer in Linden-Nord zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 09.04.2016
Vom Biber gefällt: Baum am Ufer zwischen Faust-Gelände und Bremer Damm.
Anzeige
Hannover

Er galt in Deutschland bereits als ausgerottet, doch der Biber ist zurück, auch in Linden. Ein klarer Beweis ist der gefällte Baum, der seit einiger Zeit am Leineufer liegt. Damit der Biber ausreichend Zeit hat, die nährstoffhaltigen Knospen und jungen Zweige in der Krone zu fressen, wird das Gehölz vorerst nicht entfernt. „Biber stehen unter speziellem Artenschutz. Alle Handlungen, die sie stören oder gar gefährden würden, sind verboten“, erklärt Stadtsprecher Dennis Dix.

Seit ihrer Ansiedlung nach der Jahrtausendwende hat sich die Biberpopulation in der Region Hannover stets vergrößert. Im vergangenen Jahr zählte das Biberschutzprojekt des Naturschutzbunds (Nabu) in Laatzen 20 Tiere in sieben Revieren. Aktuell arbeitet die Gruppe an der Auswertung der diesjährigen Zählung. Um die Biber künftig noch besser beobachten zu können, hat der Nabu dafür ein neues Online-Erfassungssystem entwickelt. Ähnlich wie es bei der Vogelbeobachtung bereits seit Längerem üblich ist, können damit bald auch Laien ihre Biber-Sichtungen in die Statistik eintragen. „Der Biber ist bereits seit einigen Jahren in der südlichen und nördlichen Leineaue vertreten“, erklärt Nabu-Biber-Expertin Tonja Mannstedt. „Er erschließt sich nun auch die städtischen Flussbereiche.“

Dass die Tiere sich ausgerechnet den viel besuchten Lauf- und Spazierweg entlang des Ufers als Quartier ausgesucht haben, ist nicht ungewöhnlich. Biber gelten als sehr anpassungsfähig. Mit leichten Störungen kommen sie gut zurecht, solange sie nicht aktiv durch neugierige „Biber-Touristen“ belästigt werden. Um das zu vermeiden, gibt die Stadt die genauen Standorte der Reviere nicht bekannt.

Schäden für die Natur oder gar die Leineschifffahrt sind durch den Lindener Biber nicht zu erwarten. „Fressschäden sind in der Regel wenig problematisch“, weiß Mannstedt. Bäume werden von den Nagern nur gefällt, wenn Baumaterial für einen Damm oder Biberbau benötigt wird. Allerdings sei ein Damm an der breiten Stelle der Leine auszuschließen, sagt die Expertin. Insgesamt machen holzige Pflanzen nur einen geringen Bestandteil der Biber-Nahrung aus.

Von Mario Moers

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei traumhaftem Wetter erlebt Linden sein Blaues Wunder – erstmals in allen Stadtteilen. Tausende zog es am verkaufsoffenen Sonntag in die Länden und auf den Lindener Berg, wo die Scilla blüht.

09.04.2016
Linden Veranstaltungszentrum in Linden - Muss das Chéz Heinz wirklich schließen?

"Daran knüpfen sich so viele Erinnerungen": Am Wochenende sammelten die Betreiber des "Béi Chéz Heinz" auf dem Stadtteilfest in Linden Unterstützer für den Kampf gegen die mögliche Schließung des Kultclubs. Während ein Infostand auf dem Lindener Marktplatz über den Stand der Dinge informierte, wächst auch im Netz der Widerstand.

04.04.2016
Linden Linden-Süd. - Jazz up Deisterkiez

Zwölf Jahre kleiner Lieblingsclub: Der Kulturpalast Linden feiert Geburtstag. Die Bar zählt längst zu den wichtigsten kleinen Bühnen der City of Music Hannover.

02.04.2016
Anzeige