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Biber kehrte ans Leine-Ufer in Linden-Nord zurück

Abgenagter Baum Biber kehrte ans Leine-Ufer in Linden-Nord zurück

Am Leineufer zeugen Spuren von der Rückkehr des Bibers: Ein abgenagter Baum liegt zwischen Kulturzentrum Faust und dem Bremer Damm. Und er bleibt vorerst auch dort liegen, sagt ein Stadtsprecher.

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Vom Biber gefällt: Baum am Ufer zwischen Faust-Gelände und Bremer Damm.

Hannover. Er galt in Deutschland bereits als ausgerottet, doch der Biber ist zurück, auch in Linden. Ein klarer Beweis ist der gefällte Baum, der seit einiger Zeit am Leineufer liegt. Damit der Biber ausreichend Zeit hat, die nährstoffhaltigen Knospen und jungen Zweige in der Krone zu fressen, wird das Gehölz vorerst nicht entfernt. „Biber stehen unter speziellem Artenschutz. Alle Handlungen, die sie stören oder gar gefährden würden, sind verboten“, erklärt Stadtsprecher Dennis Dix.

Seit ihrer Ansiedlung nach der Jahrtausendwende hat sich die Biberpopulation in der Region Hannover stets vergrößert. Im vergangenen Jahr zählte das Biberschutzprojekt des Naturschutzbunds (Nabu) in Laatzen 20 Tiere in sieben Revieren. Aktuell arbeitet die Gruppe an der Auswertung der diesjährigen Zählung. Um die Biber künftig noch besser beobachten zu können, hat der Nabu dafür ein neues Online-Erfassungssystem entwickelt. Ähnlich wie es bei der Vogelbeobachtung bereits seit Längerem üblich ist, können damit bald auch Laien ihre Biber-Sichtungen in die Statistik eintragen. „Der Biber ist bereits seit einigen Jahren in der südlichen und nördlichen Leineaue vertreten“, erklärt Nabu-Biber-Expertin Tonja Mannstedt. „Er erschließt sich nun auch die städtischen Flussbereiche.“

Dass die Tiere sich ausgerechnet den viel besuchten Lauf- und Spazierweg entlang des Ufers als Quartier ausgesucht haben, ist nicht ungewöhnlich. Biber gelten als sehr anpassungsfähig. Mit leichten Störungen kommen sie gut zurecht, solange sie nicht aktiv durch neugierige „Biber-Touristen“ belästigt werden. Um das zu vermeiden, gibt die Stadt die genauen Standorte der Reviere nicht bekannt.

Schäden für die Natur oder gar die Leineschifffahrt sind durch den Lindener Biber nicht zu erwarten. „Fressschäden sind in der Regel wenig problematisch“, weiß Mannstedt. Bäume werden von den Nagern nur gefällt, wenn Baumaterial für einen Damm oder Biberbau benötigt wird. Allerdings sei ein Damm an der breiten Stelle der Leine auszuschließen, sagt die Expertin. Insgesamt machen holzige Pflanzen nur einen geringen Bestandteil der Biber-Nahrung aus.

Von Mario Moers

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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