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Linden-Süd feiert Deisterstraßenfest

"Lust auf Linden-Süd" Linden-Süd feiert Deisterstraßenfest

Was unterscheidet den Süden Lindens von der Mitte und dem Norden? Die Eigenheiten der drei Lindener Quartiere lassen sich an ihren Straßenfesten studieren. Das Deisterstraßenfest „Lust auf Linden- Süd“ setzte auch in diesem Jahr auf nachbarschaftliche Begegnung und wenig Kommerz in der autofrei gehaltenen Straße.

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Karaoke auf der Bühne des Wohnungsunternehmens GBH (Bild) gehört ebenso dazu wie der Keksverkauf für Flüchtlinge, Luftballons, Tanz und Wohnzimmermöbel auf der Straße.

Quelle: Moers

Hannover. „Die Deisterstraße hat sich toll entwickelt“, steht auf dem Zettel an der Wäscheleine. Am Stand der Standortgemeinschaft Deisterkiez sind mehrere Schnüre gespannt. Besucher sollen aufschreiben, was ihnen zu der Deisterstraße einfällt. Doch auch die Probleme im Kiez gehörten zum Programm. „Es sollte mehr Parkplätze geben“, findet die elfjährige Rozerin. Sie wohnt um die Ecke, und immer, wenn sie mit ihren Eltern nach Hause fährt, müssen sie lange nach einem freien Parkplatz suchen. Ihre Freundin hat aufgeschrieben, was ihr gefällt. „Dass meine Freundin hier wohnt“, notiert Shania auf ihrem Zettel. „Wir sind an der Meinung der Leute interessiert, weil wir kontinuierlich an der Perspektive für die Deisterstraße arbeiten wollen“, erklärt Deisterkiez-Helfer Erol Slowy.

Geschäften fehlt Laufkundschaft

Schon der Name des Straßenfests impliziert, dass es immer noch Probleme gibt in Linden-Süd. Das „Blaue Wunder“ in Linden-Mitte oder das Limmerstraßenfest würden so nicht werben. Denn Lust auf diese beiden Teil-Stadtteile haben ohnehin schon genügend Hannoveraner. Im Süden hapert es da noch, besonders auf der Deisterstraße, deren Geschäften notorisch die Laufkundschaft fehlt. Das spiegelt sich auch im Besucherbild des Fests wider. Szenige Studenten und Flaneure aus anderen Teilen der Stadt sind hier in der Unterzahl. Gelingt es der Standortgemeinschaft etwa nicht, mit ihrem Fest die Lust auf den Süden wirklich zu wecken?

Fest für die Menschen im Quartier

Tatsächlich geht es den Organisatoren nicht in erster Linie um neue Kundschaft. Anders als das „Blaue Wunder“ und spezifischer als das Limmerstraßenfest, ist das Deisterstraßenfest ein Fest für die Menschen im Quartier. „Das lässt sich gar nicht in Zahlen fassen, wie viel Begegnung hier stattfindet“, freut sich Quartiersmanager Carsten Tech über die nachbarschaftliche Atmosphäre. Stärker, als dies bei den Standortgemeinschaften in Mitte und Nord der Fall ist, arbeitet der Verein Deisterkiez seit Jahren eng mit Kultur- und Sozialeinrichtungen zusammen. Da verkaufen etwa zwei Helferinnen aus dem Nachbarschaftskreis der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Siloah Kekse für den guten Zweck. Vor einigen Häusern haben Nachbarn ihre Stühle rausgestellt und den Grill aufgebaut. Am „Treffpunk Gute Zukunft“ des Wissenschaftsladens Hannover wird über nachhaltiges Leben im Stadtteil diskutiert. Eine Bühne des Quartiersmanagements der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH) veranstaltet Karaoke und Tanz für Kinder und Jugendliche.

Diese Ausrichtung des Straßenfests schafft eine eigene Atmosphäre. Jetzt müssen nur noch die Kunden den Charme des Südens für sich entdecken. „In den letzten Jahren konnten wir die Belegung der Geschäfte stabilisieren. Jetzt kämpfen wir gegen die hohe Fluktuation“, sagt Deisterstraßen-Kenner Slowy.

Von Mario Moers

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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