Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Linden hat einen neuen Vintage-Laden

"The Danish Girl" Linden hat einen neuen Vintage-Laden

Sie fühlt sich wohl in ihrem Laden – weil sie das verkauft, was ihr gefällt. Nike Strümpel hat am Kötnerholzweg den Vintage-Shop "The Danish Girl" eröffnet. Dort bietet sie Möbel und Wohnaccessoires mit Retro-Charme an.

Kötnerholzweg 13, Hannover 52.37163 9.70578
Google Map of 52.37163,9.70578
Kötnerholzweg 13, Hannover Mehr Infos
Nächster Artikel
18.000 Menschen von Stromausfall betroffen

Retromöbel am Kötnerholzweg: Nike Strümpel betreibt dort ihren Laden mit gebrauchten Einrichtungsgegenständen und Wohnaccessoires.

Quelle: Samantha Franson

Linden. Wer bei Nike Strümpel vorbeischaut, hat viel zu gucken. Er kommt in ein Wohnzimmer voller Besonderheiten. Das türkisfarbene Vintage-Sofa steht einladend direkt vor dem großen Fenster, gegenüber bilden bunte Retrosessel eine individuelle Sitzgruppe. Neben einer klassisch-dezenten Vitrine setzt die Kommode aus rustikalem Teakholz einen gewollten Kontrapunkt. Überall sind Schalen, Vasen, Kissen und andere Dekorationen geschmackvoll arrangiert. Ein Leuchter an der Decke macht den Stilmix aus den Vierziger- bis Siebzigerjahren perfekt. Auch in Flur und Küche ist bei der Einrichtung viel Liebe zum Details erkennbar. Verändern möchte man hier nichts.

Doch es ist ausdrücklich gewollt, dass sich etwas verändert auf den 40 Quadratmetern im Erdgeschoss des Hauses am Kötnerholzweg 13. Denn Nike Strümpel wohnt dort nicht - sie hat dort Anfang April einen Laden für Möbel und Wohnaccessoires eröffnet. The Danish Girl heißt das Geschäft, in dem sich immer wieder Neues entdecken lässt. Besser gesagt: Altes. Denn die 30-Jährige verkauft ausschließlich Waren, die schon andere Besitzer hatten. „Es sind aber keine Antiquitäten“, betont sie. Auch möglichst seltene (und teure) Designobjekte mit Vintage-Touch anzubieten ist nicht ihr Ziel. „Ich wähle aus, was mir gefällt - das ist das einzige Kriterium.“

Individualität ist das Stichwort - und das Prinzip, nach dem die gebürtige Gehrdenerin lebt. Nach dem Abi wollte sie weg aus dem vertrauten Umfeld, zog erst nach Hamburg, dann nach Berlin. Dem Studium der Politikwissenschaften folgte ein einjähriger Aufenthalt in Tansania, um an einem Aids-Präventionsprojekt mitzuarbeiten. Wieder zurück, widmete sie sich weiter der Entwicklungshilfe. Doch da war immer auch die Leidenschaft fürs Planen und Gestalten, für alle Ideen, die mit dem Thema Wohnen zu tun haben. „Freunde haben mich gefragt, warum ich nicht meinen eigenen Möbelladen aufmache“, erzählt sie. Genau das tat sie vor drei Jahren in Berlin-Moabit.

Nike Strümpel hat am Kötnerholzweg den Vintage-Shop "The Danish Girl" eröffnet. Dort bietet sie Möbel und Wohnaccessoires mit Retro-Charme an.

Zur Bildergalerie

Mit Erfolg. Neben Vintage-Ware bot sie auch Einrichtungsberatung an und kooperierte mit Maklern beim sogenannten Homestaging, bei dem zum Verkauf stehende Wohnungen mit passendem Mobiliar für Interessenten in Szene gesetzt werden. „Das lief richtig gut“, sagt die Geschäftsfrau. Natürlich wartet sie auf die Frage, warum sie das alles aufgegeben hat, um in Hannover wieder von vorn anzufangen.

Die Antwort lautet: „Der Liebe wegen.“ Denn ihr Freund fand in Berlin keinen adäquaten Job. Und die beiden, die bereits seit 13 Jahren zusammen sind, wollten endlich auch mal zusammenziehen. Darum gibt es jetzt eine ziemlich exakte Kopie des Berliner Ladens am Kötnerholzweg. Einen guten Monat nach der Eröffnung ist Nike Strümpel mit dem Standort zufrieden. „Das muss sich hier noch etwas entwickeln. Aber diese Straße hat durchaus Potenzial“, meint sie. Kreative Nachbarn wie einen Retro-Friseur, einen Kostümverleih, eine Galerie oder einen Secondhand-Shop gibt es bereits.

"Linden ist ein ganz besonderer Kiez"

Manche Möbelstücke, die Nike Strümpel anbietet, lässt sie aufarbeiten. Andere bringt sie selbst wieder auf Vordermann. Besonders die Stühle mit dem bunt gemusterten Polster fallen ins Auge. „Den Stoff habe ich aus Tansania mitgebracht“, erklärt sie. In das afrikanische Land fliegt sie immer wieder. Auch sonst ist sie viel unterwegs - und bringt von ihren Reisen Accessoires im Koffer mit. Da stehen Tonschälchen aus dem australischen Melbourne neben Porzellan aus Vietnam, Keramik aus Usbekistan und einer türkischen Lampe. Auch in Marokko, Mexiko, China oder Japan war sie schon - und immer wieder geht es nach Dänemark. Das Land mag sie nicht nur wegen seines zeitlos-modernen Möbeldesigns. Ein guter Teil ihres Angebots sind Direktimporte aus dem skandinavischen Land: „Mein Freund und ich fahren dann mit dem Bulli los und laden die Sachen ein.“ Nachdem auch noch der Film „The Danish Girl“ in die Kinos gekommen war, stand fest, wie der neue Laden in Linden heißen sollte.

Den Stadtteil mag sie. „Es ist ein ganz besonderer Kiez, in dem sich die Leute wirklich zu Hause fühlen.“ Nike Strümpel hat begonnen, sich in ihrer Wohnung auf der Limmerstraße zu Hause zu fühlen. „Da sieht es fast genauso aus wie in meinem Laden“, sagt sie und lacht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Linden
So schön ist Hannover-Linden

Das Ihme-Zentrum hat viele Facetten, hinter seiner grauen Kulisse verbergen sich Geschichten aus vergangener Kinderzeit, Heimatliebe und Zukunftsträumen. In unserer multimedialen Reportage nehmen wir Sie mit zu einem interaktiven Besuch vor Ort. So haben Sie das Ihme-Zentrum noch nie gesehen – versprochen.

Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
Aus der Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.