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Lindener wollen autofreien Marktplatz

Verkehrsberuhigung Lindener wollen autofreien Marktplatz

Knapp 65 Prozent der Lindener wünschen sich einen autofreien Marktplatz. Das ergab eine Umfrage der Grünen zur Verehrsberuhigung.

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Die Egestorffstraße in Linden.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Anwohner wünschen sich einen Lindener Marktplatz, auf dem keine Autos parken. In einer Umfrage der Grünen zur Verkehrsberuhigung zwischen Marktplatz und Küchengarten haben sich 64,7 Prozent der Teilnehmer dafür ausgesprochen, den zentralen Bereich in Linden-Mitte zum autofreien Stadtteilplatz zu machen. Allerdings sind 53,7 Prozent gegen einen Rückbau von Pkw-Stellflächen - was die Folge wäre, wenn es auf dem Marktplatz ein Parkverbot geben würde.

Ende Juni hatte die grüne Ortsgruppe Linden-Limmer die Fragebögen an 382 Haushalte am Marktplatz und in der Stephanusstraße verteilt; auch 43 Geschäftsleute erhielten die Umfrageliste. Ausgefüllt wurde diese von 57 Anwohnern und elf Gewerbetreibenden - was einer Rücklaufquote von 18 Prozent entspricht und von den Grünen als guter Wert eingestuft wird. „Wir sind positiv überrascht, welche Resonanz - pro und kontra - unsere Befragung ausgelöst hat“, sagt Daniel Gardemin, Fraktionschef im Bezirksrat. Der Politikwissenschaftler hat die Umfrage konzipiert und ausgewertet.

Zu viele Autos in Linden?

Sie hat auch ergeben, dass knapp 61 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass es in Linden generell zu viele Autos gibt. Geht es um Konsequenzen daraus, ist das Stimmungsbild nicht so eindeutig. Zwar sind 68,2 Prozent der Anwohner dafür, die Stephanusstraße zur Anliegerstraße zu machen, in die nur Personen einfahren dürfen, die dort wohnen - plus Sonderregelung für Busse und Lieferverkehr. Die Straße ganz für den motorisierten Individualverkehr zu sperren oder zwischen Gartenallee und Küchengarten als Einbahnstraße auszuweisen befürworten aber jeweils nur 47,7 Prozent.

Markt soll wieder "sozialer Ort" werden

Ähnlich sieht es bei der von den Grünen genannten Option aus, nicht nur den Marktplatz, sondern auch die Straßen ringsum autofrei zu halten: Diesen Vorschlag lehnen 52,3 Prozent der Befragten ab. Die knappe Mehrheit bedingt sich laut Anmerkungen auf den Fragebögen vor allem aus der Sorge, die eigene Wohnung nicht mehr mit dem Pkw erreichen zu können. Die Kommentare zu dem mehrheitlich befürworteten Vorschlag, Autos von der Fläche des Marktplatzes zu verbannen, sind vielfältig. Sie reichen von positiven Aussagen wie „Der Markt sollte zu dem zurückgeführt werden, was er einmal war: ein sozialer Ort für die Bürger und Bürgerinnen“ bis zu deutlicher Ablehnung: „Wir wollen nicht noch mehr Hipster mit Kleinkindern, die so schon nerven. Der Verkehrslärm ist dagegen nichts.“

„Grüne Banane“ haben die Grünen ihren Vorschlag einer verkehrsberuhigten Achse vom Lindener Markt bis zum Küchengarten plakativ genannt. Gardemin sieht die Ergebnisse als Bestätigung, die Diskussion weiter voranzutreiben. Allerdings hält er das erst nach der Kommunalwahl für sinnvoll: „Um das Thema nicht im anstehenden Wahlkampf zu zerreiben, werden wir es in Ruhe nach dem 11. September aufgreifen.“

Von Juliane Kaune

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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