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Nach Protest: Gesundheitsamt will Bäume ersetzen

Linden Nach Protest: Gesundheitsamt will Bäume ersetzen

Mit ihrem Protest gegen die geplanten Rodungen auf dem Grundstück des Landesgesundheitsamts haben Anwohner und Bezirksrat einen ersten Erfolg errungen. Nach einer Überarbeitung des Bauplans bemüht sich die Bauverwaltung nun, wenigstens die Ersatzpflanzungen auf dem Gelände an der Roesebeckstraße zu ermöglichen.

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Um diese Bäume dreht sich der Streit - die Idylle aus dem Fenster einer Anwohnerin gesehen.

Quelle: Mario Moers

Hannover. Nach der Erweiterung des Gesundheitsamtes sollen voraussichtlich elf Bäume auf dem Grundstück gepflanzt werden. Von den 15 zur Rodung ausgewählten Gehölzen wird eine Kastanie verschont, und im Kreuzungsbereich der Ritter-Brüning-Straße bleibt nach Auskunft der Stadt der gesamte Baumbestand erhalten.

„Die Bauverwaltung hat die im Rahmen der Informationsveranstaltung vorgetragenen Bedenken der Anwohner ernst genommen und überdenkt dementsprechend die Grünflächengestaltung noch einmal“, sagt Sebastian Blank, Sprecher der Oberfinanzdirektion Niedersachsen. Noch sei die Neuplanung aber vorläufig: „Die Alternativüberlegungen sind noch nicht abgeschlossen.“

Die geplante Erweiterung des Landesgesundheitsamts hatte für Unmut im Stadtteil gesorgt. Anwohner, die Grünen-Fraktion im Bezirksrat und der Naturschutzbund Nabu kritisierten die scheinbar rücksichtslose Planung des staatlichen Baumanagements im Hinblick auf den üppigen Grünbestand auf dem Grundstück. Mit einem Antrag forderten die Grünen ein sofortiges Fällungsverbot für die durch die Baumschutzsatzung geschützten Gehölze. Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube bemängelte, dass die Lokalpolitik nicht informiert worden sei. Bei einer Maßnahme dieser Größenordnung - die Erweiterung kostet 9 Millionen Euro - müsse der Bezirksrat eingebunden werden. Bei einer Infoveranstaltung hatten sich Anwohner beschwert. Sie fürchten um die „grüne Lunge“ ihres Quartier.

Das Landesgesundheitsamt, gegenüber der Straßenbahnhaltestelle Allerweg, wird bis 2019 um einen viergeschossigen Anbau erweitert. Entlang der Ritter-Brüning-Straße entstehen zusätzliche Labore, Büro- und Seminarräume.

Von Mario Moers

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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