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Linden Neue Ideen für den „Grünen Hügel“
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Neue Ideen für den „Grünen Hügel“
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14:24 16.10.2016
Von Juliane Kaune
Pläne für den "Grünen Hügel": Nach Ansicht der Grünen könnte an der Limmerstraße ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

An einem der verkehrsreichsten Orte im Stadtteil wünscht sich der Bezirksrat Linden-Limmer Wohnungen. In den Blick genommen haben die Politiker das „Grüner Hügel“ genannte Eckgrundstück gegenüber dem Küchengartenplatz, an dem die Fössestraße vorbeiführt, bevor sie in die Spinnereistraße übergeht. Nach den Vorstellungen der Grünen, die den mit Mehrheit verabschiedeten Antrag eingebracht haben, könnten auf dem Areal in „exponierter Lage“ rund 200 Wohneinheiten in einem markanten Wohn- und Geschäftshaus entstehen, das wie ein architektonisches Entree in den Stadtteil wirken soll - die Hälfte der Wohnungen soll sozial gefördert sein.

In einem dicht bebauten Stadtteil wie Linden-Nord gebe es kaum mehr nutzbare Flächen, auf denen bezahlbare Wohnungen entstehen könnten, begründete Grünen-Fraktionschef Daniel Gardemin seine Idee. Er hatte für die jüngste Bezirksratssitzung sogar schon eine Fotomontage mit der möglichen Visualisierung eines künftigen Gebäudes mitgebracht. Diese hatte Gardemin, von Haus aus Sozialwissenschaftler, gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube entworfen.

SPD: "Hobbyplaner" am Werk

Das veranlasste SPD-Fraktionschef Eike Geffers zu der Aussage, hier seien „Hobbyplaner“ am Werk gewesen. Er setzte noch einen drauf: „Wer in aller Welt kommt auf die Idee, an dem am stärksten frequentierten Knotenpunkt Lindens Menschen wohnen zu lassen?“ Stattdessen solle man lieber ein Gemälde an der freistehenden Hauswand hinter dem Hügel anbringen. Gardemin konterte, er warf Geffers eine „alte Sichtweise auf innerstädtisches Wohnen“ vor und ergänzte mit scharfem Unterton: „Sie wollen also keine Wohnungen, sondern Wandgemälde.“

Nach den Streitereien bemühten sich die Politiker wieder um Sachlichkeit. Den Grünen geht es bei ihrem Vorstoß nicht nur um das Wohnprojekt, sondern um eine städtebauliche Entwicklung des „Grünen Hügels“, bei dem sie auch die Lage des am Küchengarten geplanten Hochbahnsteigs noch einmal zur Diskussion stellen. Ein Runder Tisch unter Beteiligung von Bürgern hatte vor fünf Jahren im Ergebnis erbracht, dass der Bahnsteig als Diagonale zwischen Limmerstraße und Elisenstraße liegen soll.

Haupteingang des Ihme-Zentrums verlegen?

Eine solche Platzierung würde eine architektonische Anbindung des „Grünen Hügel“ wortwörtlich verbauen, meinen nun die Grünen. Hinzu komme, dass im Zuge der Revitalisierung des Ihme-Zentrums der Haupteingang aller Voraussicht in Richtung Spinnereistraße verlegt werden solle. Daraus ergäben sich auch andere Verkehrsströme und die Option einer direkteren Nord-Süd-Verbindung von der Blumenauer Straße in die Limmerstraße. Auch dies müsse bei der Lage eines Hochbahnsteiges berücksichtigt werden.

Die Grünen wollen ein neues Beteiligungsverfahren anschieben, in dem all diese Aspekte zur Sprache kommen. Diesem Vorschlag schlossen sich die anderen Fraktionen mehrheitlich an. Die SPD aber ließ sich von den Argumenten nicht überzeugen.

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