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Linden Muss Netto-Markt auf der Limmerstraße schließen?
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Muss Netto-Markt auf der Limmerstraße schließen?
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02:15 13.02.2016
Bei Investoren begehrt: Diese Ladenzeile an der Limmerstraße. Quelle: Link
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Hannover

Gleich drei Investoren haben sich am Mittwoch bei einer Zwangsversteigerung gegenseitig überboten, um eine Ladenzeile in der Limmerstraße zu ergattern. Das Höchstgebot über 4 Millionen Euro hatte am Ende die Dirk Rossmann Immobilien und Grundbesitz GmbH abgegeben. Ein Immobilienunternehmen der Rewe-Handelsgruppe war schon bei 3,4 Millionen Euro ausgestiegen. Ein Privatmann hielt noch bis 3,85 Millionen Euro mit – bevor er leise fluchend aufgab.

Was die Zwangsversteigerung für die Mieter bedeutet, ist noch unklar. Die Dirk Rossmann GmbH will in den nächsten Wochen über die Zukunft der Immobilie entscheiden. Ob die Drogeriekette einen Teil der Ladenflächen selber nutzen wird oder die bestehenden Mietverträge fortgesetzt werden, ist noch offen. „Es ist alles denkbar“, sagt Unternehmenssprecher Stephan-Thomas Klose.

Weitere Interessenten hatte schon das Anfangsgebot abgeschreckt. Ein Unternehmensvertreter von Rossmann startete den Bieterreigen mit 2 373 500 Euro, also dem von einer Gerichtsgutachterin festgelegtem Verkehrswert. Die Gutachterin hatte diese Summe aus den zu erwarteten Mieteinnahmen hergeleitet. Allein für die größte Ladenfläche, auf der ein Netto-Markt untergebracht ist, werden nach Abzug aller Kosten jährliche Bruttoeinnahmen von 61 880,20 Euro erwartet. Außerdem gehören zur Ladenzeile zwischen Mathilden- und Fortunastraße noch sechs weitere Läden sowie einige Betriebsräume und acht Doppelparkplätze in einer Tiefgarage. „Die Mieter zeichnen sich durch regelmäßige Zahlungen aus, die Außenstände sind beherrschbar“, bestätigte Insolvenzverwalter Harald Neumeister.

Ein Vertreter des Gläubigers, der EOS Immobilienworkout, zeigte sich mit dem Versteigerungserlös zufrieden. Das auf Insolvenzen spezialisierte Unternehmen hatte Forderungen in Höhe von 4,7 Millionen Euro gelten gemacht. Schuldner war die Firma Yarnton Holding aus Liechtenstein, die bankrott ging und aus dem Handelsregister gelöscht wurde.

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