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Rundgang erschließt Lindener Kunst

Linden Rundgang erschließt Lindener Kunst

Um Graffiti und etablierte Kunst in Linden ging es bei der Veranstaltungsreihe „Kunst umgehen“ des Kulturbüros der Stadt Hannover. Etwa zwanzig Besucher hatten sich zu dem Rundgang unter Führung des Kulturwissenschaftlers Thomas Kaestle auf dem Küchengartenplatz eingefunden.

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Thomas Kaestle (2. v. r.) erklärt Graffiti im Ihme-Zentrum. 

Quelle: Foto: Steiner

Linden.  „Zwischen Erich Hauser und Hans-Jürgen Breuste ist an Kunst im öffentlichen Raum nicht so viel zu sehen“, erklärte er. Dafür aber gebe es eine Menge an Graffiti, das nach seiner Auffassung grundsätzlich auch Kunst sei.

„Kunst ist ja auch immer Ausdruck einer Machtbehauptung, egal ob es eine Bank, eine Stadt oder ein Künstler ist. Mit dem Aufstellen von Kunstobjekten zeigt er immer, dass er die Möglichkeit hat, auf das Erscheinungsbild der Stadt zu wirken“, erklärte Kaestle. Das gelte auch für Graffiti, denn die Graffiti-Künstler sagten auch: „Ich lasse mir doch von anderen nicht vorschreiben, wie meine Stadt auszusehen hat.“ Als erstes Beispiel für Sprühbilder ging es ins IhmeZentrum in die Graffiti-Gallery. Hier sind die Bauwände entlang des Fahrradweges mit großflächigen Graffiti besprüht. „Hinter der Aktion Hannoverliebe verbirgt sich eine Agentur, die Statements der Bürger gesammelt hat und dann Künstler beauftragte, die Wände zu gestalten.“

Vom dunklen Ihmetunnel aus ging es weiter zu der großen Skulptur ,,87/17“ aus dem Jahr 1968 vor dem Kraftwerk von Erich Hauser. „Das steht hier nicht so gut, es wirkt wie abgestellt“, meinte der Kulturwissenschaftler. Aber es gebe Überlegungen, sie an einen sichtbareren Ort zu stellen.

Wie Graffiti auch eingesetzt werden können, zeigte sich an einer zufälligen Begegnung mit Andrian Bonev und David Moldeo, den Besitzern des neuen Sneakergeschäfts Fuss Stolz, deren Laden-Fassade im Juni mit ablehnenden Sprüchen besprüht worden war. Die Lindener Künstler Olf und Lupin boten an, die Schmierereien zu übermalen. „Wir haben sofort zugesagt“, sagt Bonev. Honorar wollten die beiden nicht haben - aber Olf bekam neue Sneaker, weil er für seine großen Füße kaum Schuhe findet. Schuhe gegen Kunst - auch das kann ein kultureller Austausch sein.

von Sonja Steiner

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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