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Linden SPD: Busse raus aus der Limmerstraße
Hannover Aus den Stadtteilen Linden SPD: Busse raus aus der Limmerstraße
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00:15 04.09.2016
Umstrittenes Wahlversprechen: Die SPD Linden-Limmer will die Regiobus-Linie 700 aus der Limmerstraße verbannen. Quelle: Christian Link
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Hannover

Ein Wahlversprechen der SPD Linden-Limmer sorgt für Diskussionen. „Wir wollen die Limmerstraße endlich zu einer echten Fußgängerzone machen“, heißt es im SPD-Wahlprogramm für den Stadtbezirk. „Seit 16 Jahren ist die Limmerstraße offiziell eine Fußgängerzone. Allerdings führen der 700er-Bus und die Pflasterung der Straße dazu, dass dieser wichtige Ort im Herzen Linden-Nords oft nur als Fußgängerzone zweiter Klasse erscheint“, heißt es im SPD-Flugblatt „Ganz Linden-Limmer im Blick“.

"Absurde Wahlversprechen"

Im Internet wurden die Pläne umgehend als „absurde Wahlversprechen“ kommentiert. Ein Stadtteilportal argwöhnte, dass die SPD womöglich auch Stadtbahnen und Radfahrer aus der Limmerstraße entfernen möchte. Als Reaktion forderte Daniel Gardemin, Fraktionschef der Grünen im Bezirksat, die Sozialdemokraten auf, Klartext zu reden. „Die unklaren Äußerungen auf dem SPD-Faltblatt helfen uns nicht weiter“, kritisiert Gardemin. „Auf die Limmerstraße gehören Fußgänger, Fahrräder und Bahnen. Das macht den Reiz der Straße aus“, schreibt Gardemin in einem Kommentar.

Auf Anfrage des Stadt-Anzeigers erläutert Eike Geffers, Fraktionschef der SPD im Bezirksrat, die Forderungen seiner Partei. „Die Umwandlung der Limmerstraße zur Fußgängerzone ist auf halber Strecke stehen geblieben“, sagt Geffers. Am Straßenpflaster müsse viel deutlicher erkennbar sein, dass es sich um eine autofreie Zone handelt. Dass Anwohner mit ihren Pkw die Limmerstraße queren, will die SPD aber nicht verbieten. Auch der Radverkehr soll bleiben. Eine klare Forderung hat die SPD allerdings: „Der 700er-Bus muss aus der Straße raus, zurzeit hat man hier quasi pausenlos Busverkehr.“

SPD: Regiobus-Linie soll in Ahlem enden

Wenn es nach der SPD Linden-Limmer geht, sollte die Regiobus-Linie bereits in Ahlem enden. Dort sollen die Busfahrer in die Stadtbahnlinie 10 umsteigen, die bei Bedarf eine Taktverdichtung erhalten soll. Derartige Pläne würden derzeit jedoch an den Umlandkommunen scheitern, die in der zuständigen Regionsversammlung in der Mehrheit sind, beklagt Geffers.

Bei Regiobus stoßen die SPD-Pläne auf Ablehnung. „Wir sind da präsent, wo die Leute uns brauchen“, begründet Unternehmenssprecherin Isabel Jäger die Linienführung durch die Limmerstraße. Die Einkaufsmeile sei nicht nur der direkte Weg in Richtung Innenstadt, sondern auch ein beliebtes Ziel bei den Fahrgästen. „Die Leute wollen genau da hin“, sagt Jäger.

Verkürzte Linienführung nicht machbar

Eine verkürzte Linienführung der Linie 700 bis nach Ahlem sei mit Regiobus nicht zu machen. Auch eine dauerhafte Umleitung über Fössestraße und Kötnerholzweg lehnt das Unternehmen ab. „Durch die Umleitung würden drei Kreuzungen befahren, wo es aktuell keine Bevorrechtigung für Busse gibt“, sagt Jäger. Die Fahrtdauer in die City würde sich um bis zu vier Minuten erhöhen.

Falsches SPD-Plakat: Die Verkehrspolitik der SPD in Linden findet nicht nur im Internet Kritiker. Vor einigen Tagen hängte ein Unbekannter ein falsches SPD-Wahlplakat am Lindener Marktplatz auf. „Wir vernichten Parkplätze und schädigen die lokale Wirtschaft“, stand dort über einem SPD-Logo.

Von Christian Link

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