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Schwarzer Bär wird zum Kreativ-Zentrum

Medienhaus Hannover Schwarzer Bär wird zum Kreativ-Zentrum

Das Medienhaus Hannover ist längst eine Institution für kreative und kritische Filmarbeit, nicht nur in Linden. Medienhaus-Macher Ekkehard Kähne zog auf dem Sommerfest des Hauses trotz miserablen Wetters eine erfolgreiche Bilanz und gab einen Ausblick.

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Medienhaus-Macher Ekkehard Kähne (Mitte) mit den Musikern Aerodice und Babeli.

Quelle: Moers

Hannover. Im vergangenen Jahr konnte der Mini-Kulturort auf dem Hinterhof am Schwarzen Bären seine Besucherzahl beinahe verdoppeln.

Besonders freut sich die Einrichtung auf einen neuen Nachbarn. Mit der Foto-Galerie „Bohai“ zieht ein junger Kunstort aus der Wilhelm-Bluhm-Straße an den Schwarzen Bären. „Die Ecke wird ein Medienort. Wir machen die bewegten Bilder und die Fotografen die Standbilder“, verspricht sich Kähne eine gute Zusammenarbeit. Der Umzug der Galerie in ein leer stehendes Ladenlokal läuft bereits. Im September soll die erste Ausstellung eröffnen.

Technik bekommt ein Update

Auch das 1982 gegründete Medienhaus entwickelt sich weiter. „Wir updaten gerade unsere Technik auf den 4K Standard“, berichtet Kähne von einer der kostenintensivsten Herausforderungen. Der Verein, der neben den öffentlichen Veranstaltungsreihen auch Workshops zu Film, Schnitt und Produktion anbietet, arbeitet außerdem daran, ein jüngeres Publikum anzusprechen. „Wir konnten den Altersdurchschnitt im letzten Jahr deutlich senken“, sagt Kähne. 70 Prozent der Besucher von Vorträgen, Filmvorführungen und Konzerten waren unter 35 Jahren. „Unser Publikum war etwas überaltert, das hat sich geändert“, so der Geschäftsführer. Anerkennende Worte fand auch Kulturdezernent Harald Härke bei seinem Besuch im Hinterhof. „Dem Medienhaus gelingt es, mit knappen Mitteln ein tolles Angebot auf die Beine zu stellen“, so Härke. Zum Sommerfest boten die Musiker Aerodice und Babeli fulminante Wort- und Digeridooakrobatik.

Medienhaus bleibt "Gesellschaftskritik" treu

Inhaltlich setzt das Medienhaus auch künftig weiter auf die kritische Begleitung aktueller gesellschaftlicher Ereignisse und Medienkritik. In einer laufenden Serie „Gesellschaftskritik“ referieren hochkarätige Experten über brandaktuelle Themen. So berichtete etwa ein Helfer der Flüchtlingsrettungsorganisation „Sea Watch“ kürzlich über die Seerettung im Mittelmeer.

In der Serie „Hörkino“ verwandelt sich der Saal des Medienhauses regelmäßig in ein dunkles Kino für die Ohren. Am Mittowch lief dort das Hörspiel „Traumrollen“. Die bekannte Schauspielerin Nadja Tiller (Buddenbrooks, Lulu, Barfuß) und der Theaterschauspieler Fritz Lichtenhahn spielen darin Ausschnitte aus Wunschrollen, die ihnen bislang verwehrt blieben. Die Moderation des Abends übernahmen Ute Sonntag und Lothar Schlieckau.

Praktikumsplätze frei

Ab dem 1. September bietet das Medienhaus zwei ausbildungsbegleitende Praktikantenplätze für Medienstudenten sowie Film- und Mediengestalter an. Die Dauer sollte mindestens sechs Monate betragen. Ansprechparner ist Ekkehard Kähne, Telefon 44 14 40 oder (01 74) 9 14 30 16.

Von Mario Moers

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Linden in Zahlen
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  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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