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Linden Senioren sind genervt von Verzögerungen
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Senioren sind genervt von Verzögerungen
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00:15 21.11.2017
Drei Stationen in Linden sollen eigentlich zu Hochbahnsteigen werden - die Entscheidung verzögert sich aber immer wieder. Quelle: Frank Wilde
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Linden

Was bedeutet es für die Linie 10 und die dort geplanten Hochbahnsteige, wenn die Region Hannover ihre jüngst diskutierte Idee für eine neue Linie 12 verwirklichen würde? Schon jetzt gibt es in Linden Diskussionen über den Planungsstand der drei Hochbahnsteige an Limmerstraße und Küchengarten. Viele Anwohner sind verärgert darüber, dass der Bezirksrat Linden-Limmer im Sommer beschloss, die Planung der Haltestellenstandorte noch einmal neu zu überdenken.

In Linden-Nord nervt die lange Debatte um die Standorte vor allem Senioren und mobilitätseingeschränkte Anwohner. Jüngst hat Carsten Tech, Projektleiter der Wohnen-Plus-Standorte der kommunalen Wohnbaugesellschaft Hanova, etliche Stellungnahmen und Unterschriften dazu gesammelt. Hanova betreibt ein Wohnen-Plus-Projekt an der Pfarrlandstraße, wo sich eine Hilfsorganisation um ältere Bewohner und um solche kümmert, die mit körperlichen Behinderungen leben.

Tech kooperierte für die Stellungnahme auch mit dem Netzwerk des Kommunalen Seniorenservices (KSH). „Das Papier ist ein Versuch, das Verfahren zu beschleunigen und den Blick auf die Nutzer zu legen“, heißt es in der Stellungnahme. Für viele Betroffene sei die Lage prekär, die Planung müsse endlich zum Ergebnis kommen. „Ein weiteres Verschieben, Verzögern und Zurückrudern ist indiskutabel.“

Senioren verzichten auf Bahn

Der Alltag sehe so aus: Bewohner der Pfarrlandstraße, aber auch vom AWO-Seniorenzentrum am Ihmeufer fühlten sich isoliert. Mangels barrierefreier Einstiegsmöglichkeiten in Stadtbahnen oder Busse verzichteten auch Rollstuhlfahrer auf den öffentlichen Nahverkehr. Linden-Nord biete für Senioren und mobilitätseingeschränkte Besucher viele wichtige Anlaufstellen für Gesundheit oder Freizeit. „Mit dem Rollator oder einem Rollstuhl ist es nahezu unmöglich, in der Limmerstraße in die Stadtbahn ein- oder auszusteigen“, heißt es dazu weiter.

Stellungnahme und Unterschriften überreichte Tech dem Bezirksrat und der Region. Den Betroffenen gehe es nicht um „Ästhetik oder die Frage, ob eine Haltestelle 20 Meter weiter links“ gebaut würde, sondern um den raschen Baubeginn.

Von Marcel Schwarzenberger

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