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Sogar Lindens Bienen tragen blau

Linden Sogar Lindens Bienen tragen blau

Bei traumhaftem Wetter erlebt Linden sein Blaues Wunder – erstmals in allen Stadtteilen. Tausende zog es am verkaufsoffenen Sonntag in die Länden und auf den Lindener Berg, wo die Scilla blüht.

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Quelle: HAZ

Hannover. Ein verkaufsoffener Sonntag mit Stadtfestcharakter, das war am Wochenende das „Blaue Wunder“ in Linden. Zusammen mit dem gleichzeitig stattfindenden Scilla-Blütenfest auf dem Lindener Berg lockten mehr als 80 geöffnete Geschäfte, Bühnen und Aktionen so viele Besucher auf die Flaniermeilen im Stadtteil, dass es eng wurde auf den Bürgersteigen. Vor dem Eingang des Lindener Bergfriedhofs, wo seit zwei Wochen die Scilla-Blume in voller blauer Blüte steht, standen die Spaziergänger bereits am Mittag Schlange. Entlang der Wege zückten viele ihr Telefon, um die schönsten Schnappschüsse und Selbstporträts vor dem malerischen Blumenteppich zu machen. Das Scilla-Blau verwies überall im Stadtteil darauf, dass erstmalig in der zehnjährigen Geschichte des „Blauen Wunders“ gleich drei Standortgemeinschaften und das Blütenfest kooperierten, um ein gemeinsames Fest für den gesamten Stadtteil auf die Beine zu stellen.

Alles drehte sich um die Farbe Blau: Eine Boutique in der Stephanusstraße lockte mit 10 Prozent Rabatt auf alle blauen Kleidungsstücke. Sogar die Bienen im benachbarten botanischen Schulgarten trugen dem Anlass entsprechend ein blaues Beinkleid aus Scilla-Pollen.

Der sichtbare Erfolg der Veranstaltung ließ sich keineswegs allein auf die sommerlichen 23 Grad zurückführen. Auch wenn das erste warme Wochenende sicher dazu beigetragen hat, dass beinahe alle Plätze der Restaurants und sogar die vor den Kiosken besetzt waren. Am Nachmittag standen vor der Eisdiele Frioli mehr als 50 Kunden Schlange. Rund um den Marktplatz regelten Polizeibeamte den gestauten Verkehr. Ein buntes, unaufdringliches Rahmenprogramm mit Musikbühnen, Flohmarktständen und offenen Hinterhöfen sorgten auch außerhalb der Geschäfte für Atmosphäre. Auf dem Lindener Marktplatz wurde auch nach Ladenschluss noch bis in die Abendstunden gefeiert.

Befürchtungen, dass gleichzeitig stattfindende verkaufsoffene Sonntage in der Innenstadt und auf der Lister Meile den Lindener Geschäftsleuten die Kundschaft abspenstig machen könnten, bewahrheiteten sich nicht. „Wir haben keinerlei Beeinträchtigung gespürt. Besser geht es nicht“, freute sich Astrid Ries, die Vorsitzende der Standortgemeinschaft Lindengut. Die Entscheidung, eine Event-Agentur mit der Durchführung der Großveranstaltung zu beauftragen, erwies sich als gelungene Neuerung. „Allein können wir diese Dimension nicht bewältigen“, so Ries. Die Werbegemeinschaft Lindengut litt zuletzt unter mangelnder Unterstützung der ansässigen Kaufleute. Aktuell sucht der Verein einen neuen Vorstand. Der herausragende Erfolg des Blauen Wunders ist für den Verein eine gute Visitenkarte. „Ohne Lindengut und das Blaue Wunder wäre Linden heute nicht dass was es ist“, ist sich Ries sicher.

Von Mario Moers

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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