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Linden Sparkasse schließt Filiale in Linden
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Sparkasse schließt Filiale in Linden
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00:15 11.01.2016
Das „Stempel und Kopierzentrum Linden“ zieht im April in die frei werdende Sparkassen-Filiale in der Limmerstraße 12. Im Mai startet der Ausbau der Filiale am Kötnerholzweg.
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Hannover

Noch ist die Zusammenlegung der Sparkassenfilialen auf der Limmerstraße nicht abgeschlossen. Zum Jahresbeginn sind die Geldautomaten der Filiale am Küchengarten weiterhin so stark frequentiert, dass immer wieder Kunden anstehen müssen. Doch in drei Wochen sollen auch die Selbstbedienungsgeräte verschwinden. Der Schalterbetrieb wurde bereits im Dezember eingestellt. Künftig wird es in der Einkaufsmeile nurmehr eine Sparkasse geben. Deren Kunden müssen sich darauf einstellen, ihre Bankgeschäfte vorübergehend in einem Container zu erledigen.

450 Meter trennen die beiden Filialen, die nach einem Beschluss aus 2014 nun zu einem zentralen Standort an der Kreuzung zum Kötnerholzweg fusionieren. Für die Strecke von der Hausnummer 12 zur 65 kalkuliert das Navigationsprogramm lediglich fünf Gehminuten ein. Dennoch hätten viele Sparkassenkunden es lieber gesehen, wenn ihre zweite Bank nicht geschossen würde. „Besonders für die älteren Lindener sind viele Standorte besser als einer“, findet Heidemarie Hatesur. Wie gewöhnlich erledigt sie am Montag ihre Bankgeschäfte an einem Automaten an der Kochstraße. Von der anstehenden Schließung hat sie erst jetzt erfahren. Den Entschluss ihrer Bank, aus Einspargründen Filialen zusammenzulegen, kann sie dennoch grundsätzlich nachvollziehen. Anders als in anderen Stadtteilen, wo die Schließungen mitunter zu starken Bürgerprotesten geführt haben, hält sich die Aufregung der Lindener nach Ansicht der Sparkasse in Grenzen. „Wir haben keinen Gegenwind wahrnehmen können“, erklärt die Pressesprecherin der Bank, Renate Schmidt-Temmelmann.

Die Fusion sieht vor, die Filiale am Kötnerholzweg auszubauen. Den notwendigen Platz für weitere Automaten und Schalter gewinnt die Sparkasse durch den Ausbau der bestehenden Filiale. Dazu zieht das „Stempel und Kopierzentrum Linden“ aus der benachbarten ehemaligen Post in die frei werdende Filiale am Küchengarten.

Während des Umbaus wird es zu Einschränkungen im laufenden Bankbetrieb kommen. Mit dem witterungsbedingt im Mai startenden Baubeginn wird auf dem kleinen Platz am Pferdebrunnen ein Container aufgestellt. „Wir werden die Einschränkungen für die Kunden so gering wie möglich halten. Es wird weiter möglich sein, dort seine Bankgeschäfte zu erledigen“, so Schmidt-Temmelmann. Genaue Planungen zu der Ausstattung der fusionierten Filiale sind noch nicht bekannt. „Das Personal wird weitgehend übernommen“, so die Sparkassen-Sprecherin weiter.

Der ursprünglich angedachte Umzug an einen völlig neuen Standort wurde von der Sparkasse verworfen. Man habe gesucht, aber keine geeignete Immobilie gefunden. Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube hatte diesen Plan im vergangenen Jahr heftig kritisiert.

„Ach guck, hier ist ja noch offen“, bemerkt Sparkassen-Kunde Marcel Müller am Montagmorgen vor der offenen Schiebtür zu seinem kleinen Sohn. Ihn ärgert die Filialaufgabe. Aus seiner Sicht sind die Geldautomaten im südlichen Bereich der Flaniermeile sehr praktisch gewesen. „Das hier ist quasi die Einflugschneise zur Stadt. Einkäufer, Straßenbahnpassagiere und Partygänger haben sich hier im Vorbeigehen Geld abgeholt“, sagt er. Nun überlege er zu einer anderen Bank zu wechseln, die ihre Automaten direkt in der Mitte der Limmerstraße aufgestellt hat. Ein großer Teil der Kunden wird stattdessen vermutlich eher die 450 Meter Fußweg in Kauf nehmen.

Von Mario Moers

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