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Lindener Kultband veröffentlicht erste CD

Spielvereinigung Linden-Nord Lindener Kultband veröffentlicht erste CD

Die Spielvereinigung Linden-Nord hat ihr erstes Studioalbum aufgenommen. Ab 8. April ist die Platte von Kapitän Engelgert, Mandy, Candy, Sandy & Co. im Handel erhältlich. Unsere Autorin Melanie Huber hat reingehört, ob die kultverdächtige Liveband ihren Charme auch auf CD entfalten kann.

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Live eine Wucht: Die SpVgg Linden-Nord im Kellerclub Béi Chéz Heinz.

Quelle: Huber

Linden-Nord. „Beauty knows no pain“, zitiert Stefan Henningsen alias Kapitän Engelgert süffisant einen Songtitel von Frank Zappa. Dabei lupft er sein Jack- „The Joker“-Nicholson-Jackett und rückt sich die giftgrüne Brille im Udo-Lindenberg-Haar zurecht. Sofort staut sich die Luft um den Bühnenbereich im Béi Chéz Heinz. Mandy, Candy und Sandy lächeln tapfer, das Release-Konzert hat gerade erst begonnen. Vor der mit Teppichen ausgelegten Bühne hat das Publikum großzügig Platz gelassen - man will die 13-köpfige Gruppe nicht nur hören, sondern auch sehen. Das hat seinen Grund: Die Straßenfest-erprobten Musiker strotzen nur so vor Bühnenpräsenz, Tanzlust und Kostümraffinesse.

Fast scheint die Musikecke im Kellerclub zu klein für die Spielvereinigung Linden-Nord, die an diesem Abend ihr erstes Studioalbum präsentiert. „17 Uhr Tanztee“ heißt das gute Stück, ein Jahr Produktion hat die Gruppe hinter sich, Anfang April kommt die CD in den Handel. Mit dem Album will die Spiel- und Spaßvereinigung den Sprung vom Lindener Kiez in die weltweite Independent-Schlager-Sparte schaffen: „Sogar auf Amazon Japan ist unsere CD zu finden“, ruft der Kapitän und stimmt den Erkennungshit der SpVgg an, der es nicht auf die Platte geschafft hat: „Oh Lindenstrassé“. Die Enttäuschung ist den Fans anzusehen, umso inbrünstiger singen sie mit.

Auch den von der Gruppe leicht aktualisierten Protestsong „Die Blumen sind für Sie, Herr Polizist“ von Heidi Franke aus dem Jahr 1968 ist auf dem Album nicht zu finden: Die Rechte konnten nicht eingeholt werden. Dabei wäre es ein gutes Statement gewesen, dieses Lied dabei zu haben, lehnten Radiosender doch die Ausstrahlung des damals als provokant empfundenen Schlagers ab. Für den Tanztee übrig geblieben ist ganz im Sinne der Spielvereinigung „Tanzmusik nostalgique“: Von „Cara-Caramel Choco-Chocolat“ (Udo Jürgens, 1960) über „Die Liebe kommt leis“ (Michael Holm, 1972) bis zu „Die Sprache des Regens“ (Michael Kunze, 1986) ist jedes Jahrzehnt des deutschsprachigen Schlagers vertreten.

Selbst DDR-Hits wie „Hochzeitsnacht“ von Gisela Steineckert (1975) wurden nicht vergessen. Das alles ist makellos, doch verbirgt die CD die eigentliche Qualität der Gruppe: den Liveauftritt. Dem Publikum im Chéz Heinz jedoch wird das Rundumsorglos-Paket des Spaß-Orchesters geboten: Gekonnte Moderation, selbst gemachter Eierlikör in der Pause und vier satte Zugaben. Wenn man dieses Paket auf eine CD pressen könnte, die Spielvereinigung würde durch die Kellerdecke gehen.

Von Melanie Huber

Nächstes Konzert

Die Spielvereinigung Linden-Nord ist wieder am 18. Juni auf dem Chili- & Barbecue-Festival auf dem Fösse-Gelände zu sehen.

 

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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