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Linden Druck auf Investor des Ihme-Zentrums wächst
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Druck auf Investor des Ihme-Zentrums wächst
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00:15 07.02.2016
Von Juliane Kaune
Wird das Ihme-Zentrum als Sanierungsgebiet eingestuft? Quelle: Frank Wilde (Archiv)
Hannover

Die Stadt macht Druck auf den Investor des Ihme-Zentrums: Bis Ende Februar erwartet die Verwaltung von der Berliner Firma Intown ein „detailliertes Einzelhandelskonzept einschließlich einer belastbaren Zeit- und Kostenplanung“. Von dem Sanierungskonzept will die Stadt auch abhängig machen, ob sie ihre Mietverträge im Ihme-Zentrum verlängert. Das teilte Stadtbezirksmanager Wolfgang Wescher am Mittwochabend im Bezirksrat Linden-Limmer mit. Zudem forderte das Gremium die Verwaltung auf, eine Voruntersuchung einzuleiten, um das Ihme-Zentrum als Sanierungsgebiet einstufen zu können.

Mit ihrem Antrag schloss sich die grüne Bezirksratsfraktion einem Vorstoß des Bundes Deutscher Architekten Hannover (BDA) und der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) an, die bereits im Oktober dafür plädiert hatten, das Ihme-Zentrum als Sanierungsgebiet auszuweisen. Eine solche Lösung sei sinnvoll, weil Stadt und Bürger so intensiver an den Planungen des Investors beteiligt werden könnten, sagte Daniel Gardemin, Fraktionschef der Grünen im Bezirksrat. Der Investor wiederum könne von öffentlichen Fördergeldern profitieren, um eine Sanierung der Großimmobilie voranzutreiben.

Eine Argumentation, der sich die SPD-Fraktion nicht anschloss. Weil Intown 83 Prozent der Gewerbeflächen im Ihme-Zentrum gehörten, gebe es keine Möglichkeit, auf die Planungen Einfluss zu nehmen, erklärte Eike Geffers, SPD-Fraktionschef im Bezirksrat. Daran ändere auch der Status eines Sanierungsgebiets nichts. Jürgen Mineur, der für die SPD im Bezirksrat und im Rat der Stadt sitzt, bekräftigte diese Position.

Anders bewertet der grüne Ratsherr und Bauexperte Michael Dette die Lage. Es könne sinnvoll sein, das Ihme-Zentrum zum Sanierungsgebiet zu erklären, sagte er auf Anfrage der HAZ. Nur auf diese Weise ließen sich zusätzliche Städtebaufördermittel einwerben. Allerdings gebe es mit Mühlenberg, Hainholz und Limmer aktuell bereits drei Sanierungsgebiete in Hannover. Darum werde das Land zurzeit keine weiteren genehmigen.

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