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Linden Stadt will in Linden stärker kontrollieren
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Stadt will in Linden stärker kontrollieren
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00:15 03.11.2016
Immer wieder fahren Fahrzeuge unerlaubt durch die Limmerstraße Quelle: Marcel Schwarzenberger
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Hannover

An der Beschilderung liegt es nicht, dass immer wieder Fahrzeuge unerlaubt durch die Fußgängerzone auf der Limmerstraße fahren. Da ist sich die Stadtverwaltung sicher. „Die Erfahrungen - insbesondere der regelmäßig durchgeführten polizeilichen Kontrollen - zeigen, dass es sich hier nahezu ausschließlich um vorsätzliche Verkehrsverstöße handelt, wenn die Fußgängerzone widerrechtlich befahren wird“, schreibt die Straßenverkehrsbehörde und reagiert damit auf einen Beschluss des Bezirksrats Linden-Limmer.

Das Gremium hatte gefordert, die Beschilderung auf der Limmerstraße und in den Seitenstraßen zu optimieren, damit der verkehrsberuhigte Bereich nicht immer wieder unrechtmäßig durchfahren wird. „Es fehlt an eindeutigen Hinweisen und Maßnahmen, die Ein- und Ausfahrten nur für den Linienverkehr vorzuhalten“, begründete die Grünen-Fraktion ihren Antrag, der in der Juni-Sitzung einstimmig angenommen wurde. „Insbesondere Lieferfahrzeuge der DHL, des Apothekendienstes und andere Lieferfahrzeuge halten sich nicht an das Fahrverbot ab 9.30 beziehungsweise 10.30 Uhr in der Fußgängerzone“, kritisierten die Grünen.

"Die Beschilderung ist eindeutig"

Die Straßenverkehrsbehörde sieht das anders: „Die Beschilderung ist eindeutig und bedarf keiner Änderung“, schreibt sie in ihrer jüngst getroffenen Entscheidung zum Bezirksratsantrag. Sie verweist darauf, dass sie nicht nur die Fußgängerzone ausgeschildert, sondern auch Piktogramme auf der Limmerstraße aufgebracht habe. Diese würden zusätzlich verdeutlichen, dass der Fußgängerverkehr hier Vorrang hat. „Durch die sehr deutliche Beschilderung ist ebenfalls sehr gut erkennbar, welche Regeln gelten und dass eine Einfahrt nur für Fahrzeuge des ÖPNV zulässig ist“, lautet das Urteil der Stadtverwaltung.

Dem Wunsch des Bezirksrats nach verstärkten Kontrollen des unberechtigten Verkehrs will die Behörde jedoch nachkommen. „Die Verwaltung wird den Bereich weiterhin überwachen und hat zudem die Polizei um Unterstützung gebeten, weil der Eingriff in den fließenden Verkehr (bei der Ahndung von Verstößen gegen das Ein-/Ausfahrverbot) ausschließlich der Polizei vorbehalten ist“, heißt es in der Entscheidung.

Parkranger gegen Wildparker

Auf Wunsch des Bezirksrats wird die Stadtverwaltung auch gegen Falschparker auf der Faust-Wiese verstärkt vorgehen. Wie der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün mitteilt, werden seine Parkranger das Parken auf der öffentlichen Grünfläche Stärkestraße bei Veranstaltungen strenger überwachen. Die Kontrollen sollen zumindest so lange verschärft werden, bis der komplette Bereich wegen des Neubaus der Kita Walter-Ballhause-Straße umgestaltet wird. „Dabei können geeignete bauliche Maßnahmen umgesetzt werden, die das widerrechtliche Abstellen von Kraftfahrzeugen grundsätzlich verhindern“, schreibt die Behörde.

Die Maßnahmen gegen das unkontrollierte Abstellen von Autos auf der Wiese neben dem Veranstaltungszentrum hatte der Bezirksrat auf Initiative von Bündnis 90/Die Grünen beschlossen. „Vor allem bei Veranstaltungen auf der Faust-Wiese werden die Zufahrtsbereiche und der westliche Bereich der Wiese zugeparkt“, begründete der Grünen-Fraktionsvorsitzende Daniel Gardemin den Vorstoß. Durch das Falschparken würden nicht nur die Rettungszufahrten blockiert und Fußgänger behindert, sondern auch die Wiesen sowie die Wurzeln der Pappeln beschädigt.

Von Christian Link

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