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Linden Stimme der Vernunft verlässt den Bezirksrat
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Stimme der Vernunft verlässt den Bezirksrat
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00:15 22.10.2017
Von Juliane Kaune
Widmet sich neuen Aufgaben: Wolfgang Wescher.
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Hannover

Die Debatten im Bezirksrat können noch so heiß verlaufen sein - Wolfgang Wescher behielt immer einen kühlen Kopf. In den vergangenen elf Jahren hat der Stadtbezirksmanager von Linden-Limmer auf eine ganz eigene Art bewiesen, dass man Politiker schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringen kann. „Meine Damen und Herren, wenn Sie eine Anmerkung der Verwaltung gestatten ...“ - mit solchen und ähnlichen Formulierungen griff Wescher souverän in die Wortgefechte ein. Stets höflich, stets sachlich und stets um Aufklärung bemüht.

Neuanfang mit 62 Jahren

Nun werden die Politiker des Bezirksrats auf diese Stimme der Vernunft verzichten müssen. Wescher, 62 Jahre alt, wagt noch einmal einen beruflichen Neuanfang innerhalb der Stadtverwaltung. Er wird Sachgebietsleiter für Stadtbezirksratsbetreuung und Stadtbezirksmanagement. Ein komplexer Name für eine komplexe Aufgabe. Der Experte, der bisher als Mittler zwischen dem Bezirksrat Linden-Limmer und der Verwaltung tätig und in jeder Bezirksratssitzung präsent war, wird nun Chefkoordinator für sieben Stadtbezirke im Südwesten und Südosten der Stadt.

Die jüngste Sitzung des Bezirksrats Linden-Limmer war seine letzte. Wescher trat dabei einmal mehr den Beweis an, dass er sehr gründlich recherchiert: „Meinen ersten Aufritt im Bezirksrat hatte ich am 27. September 2006“, gab er zu Protokoll. Und verblüffte seine Zuhörer damit, dass er sich exakt elf Jahre später wieder am 27. September aus dem Gremium verabschiedet.

43 Jahre im Dienst der Stadt

„Es war eine gute und lange Zeit hier, aber ich wollte noch einmal etwas Neues machen“, sagte der Verwaltungsfachmann zum Abschied. 43 Berufsjahre hat er bis dato im Dienst der Stadt Hannover verbracht, „gleich nach dem Abitur habe ich mich dort beworben“. Gut die Hälfte der Zeit war Wescher im Fachbereich Wirtschaft tätig, auch Ratsangelegenheiten beschäftigten ihn, bevor er auf die Ebene der Stadtbezirksräte wechselte und in Linden-Limmer landete.

Als Sachgebietsleiter hat er nun weiterhin mit den Stadtteilgremien zu tun. Doch die praktische Arbeit vor Ort übernimmt in Linden und Limmer sein Kollege Stephan Mingers (50). Auch er wird einen kühlen Kopf brauchen.

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