Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Stimme der Vernunft verlässt den Bezirksrat

Linden-Limmer Stimme der Vernunft verlässt den Bezirksrat

Nach elf Jahren verlässt Stadtbezirksmanager Wolfgang Wescher den Bezirksrat Linden-Limmer. Als Vermittler zwischen Stadt-Verwaltung und Bezirksrat galt Wescher als Stimme der Vernunft im Bezirksrat. Wescher orientiert sich mit 62 Jahren noch einmal beruflich neu.

Voriger Artikel
VW Caddy in Linden angezündet
Nächster Artikel
Linksautonome bekennen sich zu Brandanschlag in Linden

Widmet sich neuen Aufgaben: Wolfgang Wescher.

Hannover. Die Debatten im Bezirksrat können noch so heiß verlaufen sein - Wolfgang Wescher behielt immer einen kühlen Kopf. In den vergangenen elf Jahren hat der Stadtbezirksmanager von Linden-Limmer auf eine ganz eigene Art bewiesen, dass man Politiker schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringen kann. „Meine Damen und Herren, wenn Sie eine Anmerkung der Verwaltung gestatten ...“ - mit solchen und ähnlichen Formulierungen griff Wescher souverän in die Wortgefechte ein. Stets höflich, stets sachlich und stets um Aufklärung bemüht.

Neuanfang mit 62 Jahren

Nun werden die Politiker des Bezirksrats auf diese Stimme der Vernunft verzichten müssen. Wescher, 62 Jahre alt, wagt noch einmal einen beruflichen Neuanfang innerhalb der Stadtverwaltung. Er wird Sachgebietsleiter für Stadtbezirksratsbetreuung und Stadtbezirksmanagement. Ein komplexer Name für eine komplexe Aufgabe. Der Experte, der bisher als Mittler zwischen dem Bezirksrat Linden-Limmer und der Verwaltung tätig und in jeder Bezirksratssitzung präsent war, wird nun Chefkoordinator für sieben Stadtbezirke im Südwesten und Südosten der Stadt.

Die jüngste Sitzung des Bezirksrats Linden-Limmer war seine letzte. Wescher trat dabei einmal mehr den Beweis an, dass er sehr gründlich recherchiert: „Meinen ersten Aufritt im Bezirksrat hatte ich am 27. September 2006“, gab er zu Protokoll. Und verblüffte seine Zuhörer damit, dass er sich exakt elf Jahre später wieder am 27. September aus dem Gremium verabschiedet.

43 Jahre im Dienst der Stadt

„Es war eine gute und lange Zeit hier, aber ich wollte noch einmal etwas Neues machen“, sagte der Verwaltungsfachmann zum Abschied. 43 Berufsjahre hat er bis dato im Dienst der Stadt Hannover verbracht, „gleich nach dem Abitur habe ich mich dort beworben“. Gut die Hälfte der Zeit war Wescher im Fachbereich Wirtschaft tätig, auch Ratsangelegenheiten beschäftigten ihn, bevor er auf die Ebene der Stadtbezirksräte wechselte und in Linden-Limmer landete.

Als Sachgebietsleiter hat er nun weiterhin mit den Stadtteilgremien zu tun. Doch die praktische Arbeit vor Ort übernimmt in Linden und Limmer sein Kollege Stephan Mingers (50). Auch er wird einen kühlen Kopf brauchen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Linden
So schön ist Hannover-Linden

Das Ihme-Zentrum hat viele Facetten, hinter seiner grauen Kulisse verbergen sich Geschichten aus vergangener Kinderzeit, Heimatliebe und Zukunftsträumen. In unserer multimedialen Reportage nehmen wir Sie mit zu einem interaktiven Besuch vor Ort. So haben Sie das Ihme-Zentrum noch nie gesehen – versprochen.

Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
Aus der Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.