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Linden Eine Linde soll 900 Jahre alt werden
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Eine Linde soll 900 Jahre alt werden
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13:35 03.02.2016
Gerd Wach vom BUND vor der Linde (links). Das Buch über die Pflanzaktion übergibt er an die Leiterin des Stadtarchivs Cornelia Regin. Quelle: Moers
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Hannover

900 Jahre alt soll sie werden. Die von Bürgern gestiftete Linde, die im vergangenen Oktober auf dem Rasenstück vor der Martinskirche gepflanzt wurde. Als hölzerner Zeuge soll sie künftige Generationen an das Jubiläumsjahr erinnern. Um sicherzustellen, dass die Geschichte des besonderen Baumes im Herzen des alten Ortskerns nicht in Vergessenheit gerät, wurde das Pflanzbuch am Montag an das Stadtarchiv übergeben. Stellvertretend für die 240 Spender, die insgesamt 1479 Euro für die Aktion gesammelt hatten, überreichte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Region Hannover Gerd Wach den Erinnerungsband an Archivleiterin Cornelia Regin.

„Wir wollten nicht nur ein Zeichen setzen für den Umweltschutz, sondern mit dieser Aktion auch dem Gemeinschaftsgefühl in diesem Stadtteil Ausdruck geben“, hatte Wach am 11. Oktober 2015 bei der feierlichen Pflanzung auf dem Rasenstück zwischen Martinskirche und der IGS Linden verkündet. Zusammen mit Fotos, Zeitungsartikeln und der Spenderliste wird auch der Text seiner Rede als Bestandteil des Pflanzbuchs im Stadtarchiv in der Südstadt konserviert. „Wie die Linde, haben wir ja auch den Anspruch, für die Ewigkeit zu verwahren“, begrüßte Cornelia Regin den Neuzugang. Das Buch wird nun registriert, katalogisiert und eben archiviert. „Irgendwann kommt sicher die Frage auf: Woher kommt diese Linde?“, so die Leiterin. Durchaus vorstellbar ist etwa, dass sich Lokalhistoriker und Lindenforscher zum 1000-jährigen Stadtteiljubiläum in hundert Jahren mit dem Lindenbaum beschäftigen. Schließlich dürfte das heute bereits kräftige Pflänzchen dann zu einem stattlichen Baum herangewachsen sein.

„Man sagt, eine Linde wächst 300 Jahre, dann steht sie 300 Jahre und 300 Jahre vergeht sie“, erklärt Gerd Wach. Als Lindener und Mitorganisator schaut er beim Spazierengehen hin und wieder nach, wie der Baum gedeiht. Im Verbund mit einer dazugehörigen Bank, die von der Arbeitsgemeinschaft Lindener Vereine gestiftet wurde, wird der Platz unter der Linde offenbar bereits gut angenommen. Der Baum soll die Verbundenheit der Bürger mit ihrem Stadtteil symbolisieren und damit an die Tradition der Dorflinde anknüpfen.

Die Pflanzung einer „Sommerlinde“ soll außerdem den Aufbruch des ehemaligen Industriestadtteils in ein umweltbewusstes, sauberes Zeitalter versinnbildlichen. Unter den rund 50 existierenden Lindenarten ist die Sommerlinde eine der anspruchsvollsten. Als urtümliches Exemplar ist sie empfindlich gegenüber Abgasen. Damit erinnert sie gleichzeitig an eine Forderung des BUND. Der Umweltschutzverband tritt für Tempo 30 auf Lindens Straßen ein. „Die Verkehrsemissionen sind in Linden die stärkste Umweltbelastung“, so Wach. Die Linden-Linde soll somit auch ein Symbol des Unweltbewusstseins im Stadtteil sein.

Von Mario Moers

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