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Linden Utopianale zeigt Vorgeschmack auf Film über Ihme-Zentrum
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Utopianale zeigt Vorgeschmack auf Film über Ihme-Zentrum
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00:15 05.03.2016
Von Jutta Rinas
„Traum-Ruine-Zukunft“: Erstmals wurden Ausschnitte des Films über das Ihme-Zentrum gezeigt. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Eher unscheinbar sieht die „Energiebox“ am Eingang des „Marktes der Möglichkeiten“ aus. Aber die Maschine, die Gert Schmidt vom Verein „Wandelwerte“ bei der 4. Utopianale im Freizeitheim Linden aufgestellt hat, hat es in sich. Sie ist aus Teilen von Waschmaschine, Radio und einem Fahrraddynamo zusammengebaut. Entstanden ist ein Stromgenerator: aus Sachen, die - so Schmidt - oft einfach entsorgt würden. Wer mit den Händen in die Speichen greift, produziert elektrische Energie.

„Wie wollen wir uns bewegen?“ und „Was bewegt uns? - so lauteten die Themen des zweitägigen Dokumentarfilmfestivals im Freizeitheim Linden. Sechs Dokumentarfilme, elf Workshops und ein Markt der Möglichkeiten beschäftigten sich mit Fragen der Mobilität, Problemen der „Bürger-Bewegung“ oder inneren „Beweg-Gründen“. Während Aussteller Schmidt das Motto ganz praktisch nahm - immerhin soll man bei ihm mit Bewegung etwas bewegen - waren Filmemacher wie Constantin Alexander und Hendrik Millauer mit ihrem Film „Traum-Ruine-Zukunft“ über das Ihme-Zentrum eher bildlich, konzeptionell unterwegs. Ihr Film, der durch Crowdfunding finanziert wird und erstmals in Ausschnitten öffentlich gezeigt wurde, war ein Höhepunkt des Festivals. Er beleuchtet in Interviews mit Zeitzeugen, Stadtplanern und Bewohnern die Situation der Hochhaussiedlung, die vielen als „Schandfleck“ gilt.

Diesem Eindruck wollen Alexander und Millauer entgegenwirken: Sie wollen die Geschichte aufblättern, aber auch zeigen, wie man es zu neuem Leben erwecken kann. „Das Ihme-Zentrum ist für mich kein Getto, keine Ruine, sondern eine Möglichkeitsform“, sagte Alexander. Nach der Vorführung waren Besucher aber zunächst eher noch einmal über die Entstehungsgeschichte empört. Die damaligen Stadtplaner wirkten mit ihren Allmachtsfantasien, als hätten sie Drogen genommen, lautete der trockene Kommentar von Street-Art-Künstlerin Mansha Friedrich am Ende.

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