Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Ein Nachbarschaftstreff für das Ihme-Zentrum

Linden Ein Nachbarschaftstreff für das Ihme-Zentrum

Der Verein "Zukunftswerkstatt" baut im Ihme-Zentrum ein Nachbarschafts- und Kulturzentrum. Bei einer ersten Besichtigung ist das Interesse groß - die offizielle Eröffnung soll am 11. Juni stattfinden.

Voriger Artikel
Bekommt Linden den Halim-Dener-Platz?
Nächster Artikel
Bistrorante "La mia casa" setzt aufs Frühstück

Costa Alexander (vorn) lädt zum Baustellenrundgang.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Noch ist die Zukunft unter Brettern und Bauschutt vergraben. Aber schon bald soll das in Hannovers größter städtebaulicher Ruine, dem Ihme-Zentrum, anders sein. Der Verein „Zukunftswerkstatt“ eröffnet am 11. Juni in den Räumen eines ehemaligen Statikerbüros am Ihmeplatz 7E ein Nachbarschafts- und Kulturzentrum. Auf 230 Quadratmetern sollen ein Saal mit Bühne, der für Kultur, Wissenschaft, Sport, Geburtstage und kleine Feiern gemietet werden kann, drei Büros und ein kleines Nachbarschaftscafé entstehen.

Neuer Ort der Begegnung

Die neue Begegnungsstätte sei ein erster Schritt, um den schlafenden Riesen wachzuküssen, sagt Costa Alexander, Initiator des Vereins.

Der 33-Jährige ist davon überzeugt, dass Hannovers größte Bausünde, wie viele das Ihmezentrum nennen, in Wahrheit, eine Chance für Hannover ist. Der Schandfleck habe das Zeug zum Wahrzeichen: Alles in der Bauruine lasse sich reparieren, sagt er und fragt: „Warum wird das nicht gemacht?“ Besucher eines Baustellenrundgangs, bei dem Alexander die Räumlichkeiten der neuen Begegnungsstätte präsentiert, haben das Fragen schon aufgegeben. „Ich glaube, eher landen auf der Erde Marsmenschen landen, als dass sich hier etwas ändert“, sagt eine Frau, die im Ihmezentrum eine Tanzschule betreibt. Ihre Räume seien schön, die Miete billig, aber der Weg durch die Ruine, durch verschlungene, mit Grafitti verschmierte Gänge sei so unzumutbar, dass sie daran denke aufzugeben.

Davon ist Costa Alexander weit entfernt.

Feier zur Eröffnung geplant

Allein das Interesse an dem neuen Saal, der maximal 100 Menschen fasst, sei groß. Für drei Jahre hat der Verein die Räume angemietet. Finanziert wird das Nachbarschaftszentrum durch städtische Förderung und Spenden. Für den Einbau eines Behinderten-WCs beispielsweise will die „Zukunftswerkstatt“ ein Crowdfunding starten. Zur Eröffnung am 11. Juni von 15 Uhr an wird es auch eine Feier geben: Das Orchester im Treppenhaus und Bloggerin Ninia Binias haben sich bereits angekündigt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Linden
So schön ist Hannover-Linden

Das Ihme-Zentrum hat viele Facetten, hinter seiner grauen Kulisse verbergen sich Geschichten aus vergangener Kinderzeit, Heimatliebe und Zukunftsträumen. In unserer multimedialen Reportage nehmen wir Sie mit zu einem interaktiven Besuch vor Ort. So haben Sie das Ihme-Zentrum noch nie gesehen – versprochen.

Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
Aus der Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.