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Linden Ein Nachbarschaftstreff für das Ihme-Zentrum
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Ein Nachbarschaftstreff für das Ihme-Zentrum
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00:15 09.05.2017
Von Jutta Rinas
Costa Alexander (vorn) lädt zum Baustellenrundgang. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Noch ist die Zukunft unter Brettern und Bauschutt vergraben. Aber schon bald soll das in Hannovers größter städtebaulicher Ruine, dem Ihme-Zentrum, anders sein. Der Verein „Zukunftswerkstatt“ eröffnet am 11. Juni in den Räumen eines ehemaligen Statikerbüros am Ihmeplatz 7E ein Nachbarschafts- und Kulturzentrum. Auf 230 Quadratmetern sollen ein Saal mit Bühne, der für Kultur, Wissenschaft, Sport, Geburtstage und kleine Feiern gemietet werden kann, drei Büros und ein kleines Nachbarschaftscafé entstehen.

Neuer Ort der Begegnung

Die neue Begegnungsstätte sei ein erster Schritt, um den schlafenden Riesen wachzuküssen, sagt Costa Alexander, Initiator des Vereins.

Der 33-Jährige ist davon überzeugt, dass Hannovers größte Bausünde, wie viele das Ihmezentrum nennen, in Wahrheit, eine Chance für Hannover ist. Der Schandfleck habe das Zeug zum Wahrzeichen: Alles in der Bauruine lasse sich reparieren, sagt er und fragt: „Warum wird das nicht gemacht?“ Besucher eines Baustellenrundgangs, bei dem Alexander die Räumlichkeiten der neuen Begegnungsstätte präsentiert, haben das Fragen schon aufgegeben. „Ich glaube, eher landen auf der Erde Marsmenschen landen, als dass sich hier etwas ändert“, sagt eine Frau, die im Ihmezentrum eine Tanzschule betreibt. Ihre Räume seien schön, die Miete billig, aber der Weg durch die Ruine, durch verschlungene, mit Grafitti verschmierte Gänge sei so unzumutbar, dass sie daran denke aufzugeben.

Davon ist Costa Alexander weit entfernt.

Feier zur Eröffnung geplant

Allein das Interesse an dem neuen Saal, der maximal 100 Menschen fasst, sei groß. Für drei Jahre hat der Verein die Räume angemietet. Finanziert wird das Nachbarschaftszentrum durch städtische Förderung und Spenden. Für den Einbau eines Behinderten-WCs beispielsweise will die „Zukunftswerkstatt“ ein Crowdfunding starten. Zur Eröffnung am 11. Juni von 15 Uhr an wird es auch eine Feier geben: Das Orchester im Treppenhaus und Bloggerin Ninia Binias haben sich bereits angekündigt.

Am 10. Mai entscheidet der Bezirksrat Linden-Limmer über die Benennung eines Platzes nach dem getöteten Kurden Halim Dener. Eine Zustimmung gilt als wahrscheinlich. Allerdings hält die SPD den Vorstoß für eine Provokation gegenüber der Türkei.

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