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List 200 Weihnachtsmänner sind in der Voßstraße zu Hause
Hannover Aus den Stadtteilen List 200 Weihnachtsmänner sind in der Voßstraße zu Hause
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09:19 25.12.2015
Von Susanna Bauch
Alles rot: Die Weihnachtsmänner machen sich breit bei Ingeborg Bartling. Quelle: Michael Wallmueller
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List

Frau Bartling führt Buch: Die erste Figur ihrer üppigen Weihnachtsmann-Sammlung hat sie vor 28 Jahren von ihrem Sohn Axel von dessen erstem eigenen Gehalt zum Nikolaustag bekommen. Der damalige Trendsetter ist auf Skiern unterwegs und mit Präsenten schwer bepackt. Das Geschenk war der Beginn einer Sammelleidenschaft bei Ingelore Bartling aus der List. Fortan hat sie allerorten nach Weihnachtsmannfiguren Ausschau gehalten - ob im Urlaub in fernen Ländern, auf Weihnachtsmärkten der Region oder in Dekoläden.

„Rot müssen sie sein und ein hübsches, freundliches Gesicht haben. Außerdem mag ich ausgefallene Formen“: Das sind Bartlings Kriterien für die Aufnahme eines Exemplares in ihre Weihnachtsmannrunde. Pünktlich zum ersten Advent werden die Figuren aus dem Keller geholt, sorgfältig gesäubert und in der Küche der Lister Altbauwohnung drapiert. Da haben alle der knapp 200 Rauschebärte ihren Stammplatz, Küchenutensilien müssen dafür bis Anfang Januar weichen.

„Ich weiß genau, von wem ich wann welchen Weihnachtsmann bekommen habe“, sagt die 66-Jährige. Auf der Fensterbank, auf Küchen- und Kühlschrank drängeln sich Figuren aus Holz, Stein, Stoff, Keramik oder Glas. Sie stammen vom Weihnachtsmarkt der Lister Meile, aus New York, Mallorca, St. Petersburg, Venedig, Wien oder Lübeck. „Unsere Freunde wissen natürlich von meiner Leidenschaft und beschenken mich regelmäßig“, sagt die Sammlerin. Auf jeder Figur notiert sie Jahreszahl und Herkunft. Meist muss sie einen Weihnachtsmann aber nicht erst umdrehen, sondern weiß auch so, dass etwa ein hölzerner Geselle vom Weihnachtsmarkt 2004 in Uelzen stammt.

Die Liebe zum Festdekor liegt offenbar in der Familie. Denn jedes Jahr vorm ersten Advent laden die Bartlings rund 100 Gäste zu ihrem eigenen Weihnachtsmarkt in den Hinterhof an der Voßstraße ein. Dort verbringen Ehemann Rainer Bartling, die Söhne und Helfer Tage mit der Dekoration - Lichterketten, leuchtende Schlitten, eine geschmückte Tanne -, um dann rund acht Stunden Glühwein, Kinderpunsch, Bratwürste und Schmalzbrote auszugeben. Wenn das Fest vorbei ist, wird tagelang aufgeräumt. Bei Ingelore Bartling geht es etwas schneller, die roten Gesellen im Januar verschwinden zu lassen. Und wenn sie ihren Schatz später wieder auspackt, werden sicher neue Rauschebärte dazugekommen sein.

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