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List An der Constantinstraße entsteht ein neues Wohngebiet
Hannover Aus den Stadtteilen List An der Constantinstraße entsteht ein neues Wohngebiet
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02:15 08.01.2016
Von Susanna Bauch
Zwischenlösung Flüchtlingsunterkunft: Das Bürogebäude an der Constantinstraße wird erst 2018 abgerissen. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
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Der Bauantrag wurde bereits eingereicht. Der vorgezogene Bau einer Kindertagesstätte mit 35 Krippen- und 65 Kindergartenplätzen soll bereits bis zum 30. November 2017 abgeschlossen sein.

Die Wohnungen entstehen auf einem rund 25 600 Quadratmeter großen Grundstück an der Constantinstraße 40/Gerrit-Engelke-Straße 25-27. Die dort vorhandenen Gewerbegebäude werden zurückgebaut und sollen in eine sogenannte Wohnquartiersentwicklung umgewidmet werden. Stadtplaner Karl Schuchert stellte die Pläne in der jüngsten Sitzung dem Bezirksrat Vahrenwald-List vor. Demnach soll das ehemalige Versicherungsgebäude zunächst noch für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden, bevor 2018 der Abriss beginnt. „Danach entsteht hier neuer Wohnraum für die List“, sagte Schuchert. An der Constantinstraße soll vier- und dreigeschossig gebaut werden, außerdem entstehen Reihenhäuser. Das Projekt fand breite Zustimmung und wurde einstimmig von dem Stadtteilgremium befürwortet. In einem Zusatzantrag forderten SPD und Grüne im Bezirksrat, einen höheren Anteil an Wohnungsbauförderung für die List. „Die List ist ein relativ stabiler Stadtteil mit hohem Anteil an gut situierten Wohngebieten“, betonte Eberhard Mecklenburg (Grüne). Um eine gute soziale Durchmischung der Gebiete zu haben, müsse die Förderung erhöht werden.

Das Grundstück liegt in städtebaulich exponierter Lage. So grenzt das Grundstück nordöstlich an das Stadtzentrum und im Norden an den Mittellandkanal. Die Verkehrsanbindung an den öffentlichen Nahverkehr (U-Bahnstation Hannover Spannhagengarten) ist lediglich 600 Meter entfernt. Der Messeschnellweg ist mit dem Auto ebenfalls in wenigen Minuten erreichbar. Von der geplanten Fläche sind mindestens 20 Prozent für den geförderten Mietwohnungsbau sowie ausreichend Tiefgaragenparkplätze vorgesehen.

Bis die Wohnkompanie Nord das bestehende Gebäude zurückbaut, wird das 31 000 Quadratmeter große Büroensemble aus den Siebziger- und Achtzigerjahren für etwa zwei Jahre zur Flüchtlingsunterkunft. Nach Bekanntwerden dieser Pläne gab es im Oktober einigen Unmut aus der Nachbarschaft, die einen angeblichen Werteverfall ihrer Immobilien befürchtete. Mittlerweile hat sich die Aufregung gelegt, bereits 70 Freiwillige haben sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Übergangs-Flüchtlingsunterkunft gemeldet. Die meisten Räume in dem Versicherungsbau stehen leer. Hauptmieter ist derzeit neben der Stadt das Regionsklinikum. Die gesamte Verwaltungsspitze des Klinikums residiert in dem Gebäude, erst kürzlich wurde der Mietvertrag bis 2017 verlängert.

Nach Angaben von Wohnkompanie-Projektentwickler Ralph Müller werden die neuen Wohnungen später zu einem Quadratmeterpreis zwischen 11 und 12 Euro vermietet, Eigentumswohnungen sollen rund 4000 Euro pro Quadratmeter kosten.„Reihenhäuser sind sehr beliebt in dieser Lage, deshalb bieten wir auch die Stadthäuser an“, sagte er.

Das Bürogebäude wurde bis 2009 von der VHV Versicherung genutzt, die dann in ihren vis-à-vis für 90 Millionen Euro entstandenen Neubau zog. Bereits im Februar 2006 hatte die Investa den Bestandskomplex gekauft und dann an einen israelischen Fonds veräußert. Der versuchte, das Gebäude zu vermieten, was nur mäßig gelang. Auch die folgenden Besitzer, Schramm & Schoen Immobilien aus Hannover, kamen mit der Vermietung als Bürogebäude nicht weiter und verkauften schließlich an die Wohnkompanie Nord.

Von Susanna Bauch

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