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Clementinenhaus sucht Paten für Bienen

Naturschutz und Spendensammlung Clementinenhaus sucht Paten für Bienen

„Hannover summt - und die Clemis summen mit“, steht auf der Mauer des Clementinen-Krankenhauses. Davor sind sechs Bienenstöcke mit etwa 180.000 Bienen aufgebaut. Mit dieser ungewöhnlichen Idee will das Krankenhaus helfen, die Bienen in Hannover zu vermehren und damit einen Beitrag zur Erhaltung der Natur leisten.

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Anwalt Matthias Waldraff (Vorsitzender der Clemi-Freunde), Klinik-Geschäftsführerin Birgit Huber und Imker Hartmut Münch („Hannover summt!“) suchen Bienenpaten.

Quelle: privat

Hannover. Gleichzeitig werden die fleißigen Tierchen für ein Fundraising-Projekt eingesetzt, mit dem das Krankenhaus unterstützt wird: für 2,50 Euro im Monat kann jeder Pate einer Biene werden.

„Die Idee, bei der Initiative „Hannover summt“ mitzumachen, entstand, weil wir hier einige Mitarbeiter haben, die auch Imker sind“, erzählt Birgit Huber, Geschäftsführerin des Clementinenhauses. „Allerdings gab es zuerst Vorbehalte, wie das immer so ist, wenn etwas Neues kommt. Deshalb stand der erste Bienenstock bei mir auf dem Balkon, da musste ich dann selbst fegen, weil die Putzfrau sich nicht getraut hat“, schmunzelt sie. „Heute ist es so, dass die Patienten sich dafür begeistern und auch beim Honigschleudern mit dabei sind“, freut sie sich. Angst davor, gestochen zu werden, habe inzwischen niemand mehr. Im Gegenteil: „Die Patienten sind sehr interessiert“, bestätigt Imkermeister Hartmut Münch, der sich ehrenamtlich um die Bienenstöcke kümmert. „Dies ist ein sehr guter Standort für Bienen, weil er geschützt ist und dabei direkt an der Eilenriede liegt“, lobt er.

Einen prominenten Bienen-Paten hat das Clementinenhaus schon gewonnen: Rechtsanwalt Matthias Waldraff. „Ich war vergangenes Jahr hier Patient und bin begeistert von der exzellenten Qualität und Pflege des Hauses“, begründet er sein Engagement. „Und die Idee, hier Bienenstöcke anzusiedeln, finde ich sehr gut.“ Eigentlich wollte er nicht noch ein Ehrenamt übernehmen, habe er seinem siebenjährigen Sohn versprochen. „Aber hier mache ich gern und aus Überzeugung eine Ausnahme“, berichtet der neue Vorsitzende des Fördervereins der Clemi-Freunde.

Schüler verschönern Mauer im Park

Um den Bienen eine ansprechende Kulisse zu bieten, verschönerten Schüler der Sophie-Scholl-Schule Wennigsen und der Waldorfschule Sorsum die Mauer im Park des Clementinenhauses mit einer in pastellgrün gehaltenen Stadtlandschaft mit Bienen. „Das Malen hat Spaß gemacht und wir haben für unser Hilfsprojekt Welt:Schule vom Clementinenhaus eine Spende erhalten“, berichtet Isa Hoffmann (18) aus der Waldorfschule.

Den Honig - stolze 90 Kilo sind es schon - gibt es für die Patienten und natürlich auch für die Paten, erzählt Birgit Huber. Sie hat seit dem Projekt übrigens einen Spitznamen: „Ich bin hier nur noch die ,Bienenmutter‘“, verrät sie zum Abschluss.

Eine Patenschaft für die Bienen vermittelt Veronika Fetter unter Telefon 33 94 26 11 oder nach einer E-Mail an vfetter@clementinenhaus.de. Weitere Informationen gibt es auf www.clementinenhaus.de.

Von Sonja Steiner

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