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Erbschaft finanziert neuen Kirchplatz der Markuskirche

List Erbschaft finanziert neuen Kirchplatz der Markuskirche

Die Markuskirche feiert ihren neuen Kirchplatz. Dafür mussten sowohl Kirchgänger als auch Autofahrer auf der Hohenzollernstraße ordentlich Geduld aufbringen - monatelang waren der Eingang sowie eine der Fahrspuren an der Eilenriede gesperrt, was für reichlich Engpässe sorgte.

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Einladung an den Stadtteil: Der neue Platz vor der Markuskirche ist mit einer kleinen Feier eröffnet worden.

Quelle: privat

Hannover. Jetzt ist alles fertig: Gemeinsam mit der Stadt ist der Platz rund um die 70 Meter hohe Markuskirche nach Plänen des Landschaftsarchitekten Martin Diekmann neu gestaltet worden.

Der Kirchplatz öffnet sich nun einladend zur Oskar-Winter-Straße - für die der Bezirksrat Vahrenwald-List kürzlich Anlieger-Parkplätze gefordert hat - und zum Lister Platz. Die Vorfahrt vorm Hauptportal wirkt mit ihren Sandsteinstufen wie eine große Bühne. Zur Eröffnung spielte Markus Becker genau vor dem Kirchenportal auf dem Flügel Modest Mussorgskys „Das große Tor von Kiew“ aus dem Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ und eine Jazzimprovisation mit Motiven von Chick Corea.

Bürgermeister Thomas Hermann betonte, dass mit dem neuen Markuskirchplatz eine weitere ansprechende Neugestaltung im Zusammenhang des Programms „Hannover schafft Platz“ gelungen sei. Auch dieser Bereich zeige nun, wie wertvoll die Plätze im städtischen Raum seien. Mit dem von Hermann genannten Programm sollen Plätze in den Stadtteilen wieder neu belebt werden.

Finanzierung auch durch Erbschaft

Landschaftsarchitekt Diekmann hob die Einzigartigkeit des Platzes vor der Markuskirche hervor. Der Kirchplatz schaffe eine Verbindung zwischen dem bebauten städtischen Raum und dem Stadtwald Eilenriede, unterstrich er. Eine weitere Besonderheit sei, dass die Markuskirche in der Mitte des Platzes erhöht stehe. Das sei nun wieder sichtbar. Der Platz sei so gestaltet worden, dass er nun zur Begegnung und zum Verweilen nicht nur nach Gottesdiensten und Konzerten einladen soll.

Pastor Bertram Sauppe bezeichnete es als ein „großes Wunder“, dass diese Neugestaltung überhaupt möglich geworden sei. Der Anteil der Kirche an der Bausumme beträgt 180 000 Euro, gespendet wurde von zahlreichen Gemeindegliedern. Eine größere Spende erreichte die Gemeinde im Andenken an Rosemarie und Carl-Friedrich Schiedat. Die Rut-und-Klaus-Bahlsen-Stiftung hatte sich mit einem Betrag in Höhe von 10 000 Euro beteiligt, der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband mit 25 000 Euro. Letztlich ermöglicht hat das Projekt allerdings Barbara Knoth, eine ehemalige Architektin der Landeshauptstadt Hannover, die Anfang 2016 die Markuskirche mit einer großzügigen Erbschaft bedacht hatte.

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