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Jugendtreff GoHin steht vor dem Aus

List Jugendtreff GoHin steht vor dem Aus

Die Schreberjugend Hannover ist sauer auf den Vermieter ihres Jugendtreffs GoHin am Hinrichsring. Nach 15 Jahren habe der Privateigentümer plötzlich das Mietverhältnis gekündigt – weil er offenbar mehr Gewinn aus seiner Immobilie ziehen will.

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Der Jugendtreff GoHin muss schließen. Nachmieter wird der benachbarte Pflegedienst am Kanal. 

Quelle: Christian Link

List. Nachmieter des Jugendtreffs wird voraussichtlich der benachbarte Pflegedienst, der die Schuld an der Verdrängung des Jugendtreffs jedoch von sich weist. Der Vermieter war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Ausgangspunkt für die ganze Angelegenheit war der Wunsch des ambulanten Pflegedienstes nach einer Erweiterung. Die Anfrage bei der Firma Baablitz Automaten, die ihre Räume zwischen Jugendtreff und Pflegedienst hat, war jedoch erfolglos. „Der Eigentümer des Jugendtreffs hat uns daraufhin angeboten, diese Räume zu mieten“, berichtet Olga Verkhovod von der Tagespflege am Kanal. Zunächst habe ihre Firma das Angebot abgelehnt. „Unseretwegen sollte der Jugendtreff nicht ausziehen“, sagt Verkhovod. Nachdem die Kündigung für die Jugendeinrichtung jedoch feststand, brachte sich der Pflegedienst dann doch als Nachmieter ins Gespräch. „Für uns ist es noch schwieriger als für den Jugendtreff geeignete Räume zu finden, weil sie ebenerdig sein müssen“, sagt Verkhovod.

Dass die Nachbarn an den Räumen des Jugendtreffs interessiert sind, erfuhr Schreberjugend-Geschäftsführer Ingo Ramberg bereits während der Mietverhandlungen. „Der Vermieter hatte uns einen neuen Mietvertrag vorgelegt, in dem sogar schon der Name des neuen Mieters stand“, berichtet Ramberg. Der Vermieter habe der Schreberjugend jedoch eine Vertragsverlängerung unter der Bedingung angeboten, dass sie den erhöhten Mietpreis für die Pflegeeinrichtung nochmals übertreffe. Das ist laut Ramberg aber völlig ausgeschlossen. „Wenn ich jemanden überbieten kann, bin ich in der sozialen Branche falsch“, sagt der Geschäftsführer. Der Jugendtreff finanziere sich durch Spenden und Zuschüsse von der Stadt.

Die Schreberjugend ist nun verzweifelt auf der Suche nach neuen Räumen. „Wir haben keine großen Standards, 120 Quadratmeter sind ausreichend“, sagt Ramberg. Die Wohnungsunternehmen am Hinrichsring hätten aber bereits alle abgewunken, weil es keine freien Räume gebe. „Es besteht die Möglichkeit, dass wir kurzfristig im VHV-Gebäude unterkommen“, sagt Ramberg. Die frühere Versicherungszentrale soll jedoch schon bald abgerissen werden.

Eine langfristige Rettung des Jugendtreffs GoHin ist laut Ramberg nur mithilfe der Stadtverwaltung möglich: „Die Politik muss jetzt sagen: Uns sind die Jugendlichen im Quartier wichtig.“ Denkbar sei etwa ein Neubau des Jugendtreffs auf einer Grünfläche am Kanal.

Von Christian Link

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