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Sommereinsatz hilft Krabbelgruppe "Michel und Ida"

Schimmelbefall Sommereinsatz hilft Krabbelgruppe "Michel und Ida"

Die Krabbelgruppe "Michel und Ida" in der List erfreut sich großer Beliebtheit. Jährlich gibt es 150 Bewerbungen auf die sechs bis acht freien Plätze. Als im Schlaf- und Spielbereich Schimmelbefall im Teppich festgestellt wird, wendet sich die Kita an den "Sommereinsatz" der HAZ und Stiftung Sparda-Bank.

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Der alte Teppich muss raus: Simon Zaake (oben, von links), Fabian Matioschat, Hakan Dinc und Daniel Schubmann, Väter der Kita-Kinder, packen beim Sommereinsatz kräftig mit an. 

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Es ist 13 Uhr. Normalerweise toben zu dieser Tageszeit Kinder durch die Krabbelgruppe „Michel und Ida“. Heute ist das anders. Jetzt arbeiten die Eltern daran, die Kita zu sanieren – unterstützt von HAZ und der STIFTUNG Sparda-Bank Hannover.

Die Aktion

Graffiti auf Denkmälern, abgeplatzte Fassaden von Vereinsheimen, Schmuddelecken: Die HAZ und die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover haben sich erneut zusammengetan, um in diesem Sommer Stadt und Umland herauszuputzen. Gemeinnützige Vereine können sich für einen „ Sommereinsatz“ bewerben. Das können Maler- oder Gartenarbeiten sein, aber auch andere kleine handwerkliche Eingriffe, die manchmal so viel ausmachen. Das Geld für die Ein-Tages-Aktionen stellt die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover zur Verfügung. Die HAZ kümmert sich um passende Handwerker und ruft ihre Leser dazu auf, mitzumachen und mitzuhelfen. Ziel ist es, gemeinsame Einsätze zu planen und zusammen den Ort, den Verein oder einfach die Nachbarschaft ein wenig schöner, gemütlicher und netter zu machen. Insgesamt unterstützt die STIFTUNG Sparda-Bank 15 Einsätze á 1500 Euro. Letzte Bewerbungen sind hier noch möglich. Für die Aktion gelten bestimmte Förderkriterien, die es zu beachten gilt. Die Aktion endet am 30. September dieses Jahres.

Seit Anfang 2010 haben in der Krabbelgruppe 15 Kinder von 8 bis 16 Uhr einen Platz zum Spielen und Lernen. Die Ein- bis Dreijährigen werden hier von vier Erzieherinnen und Sozialassistentinnen betreut. „Die Kinder verbringen in der Kita viel Zeit. Deshalb ist es wichtig, dass man eine Einrichtung findet, auf die man sich verlassen kann“, sagt Vater Johannes von Götz. Dass das bei „Michel und Ida“ der Fall ist, sieht man nicht nur an den 150 Bewerbungen, die es jährlich auf die sechs bis acht freien Plätze gibt.

Vor Kurzem gab es allerdings eine schlechte Nachricht für die kleine Krabbelgruppe: Im Spiel- und Schlafbereich wurde Schimmelbefall festgestellt. Die Wände waren davon zwar nicht betroffen, aber ein neuer Teppich musste her. „Ich hatte zufällig in der HAZ vom ,Sommereinsatz’ gelesen, also haben wir beschlossen, es dort mal mit einer Bewerbung zu probieren“, erzählt Daniel Schubmann, der seit einem Jahr 1. Vorstand des Trägervereins der Kita ist. Die Bewerbung war erfolgreich: HAZ und die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover übernehmen die Kosten von knapp 1500 Euro für den neuen Teppich und die Verlegung durch Malermeister Jürgen Werner.

"Alle packen mit an"

Bei den Vorarbeiten packen die Eltern der Kita-Kinder fleißig mit an. Mit vollem Körpereinsatz entfernen sie den alten Teppichboden. „Dadurch, dass wir das Geld für den neuen Teppich bekommen, haben wir finanziell mehr Spielraum“, berichtet Daniel Schubmann. „Mit dem Geld, das wir sparen, können wir Malzeug oder Spielsachen kaufen – also Dinge, über die sich die Kinder wirklich freuen.“

„Wir versuchen, immer auf einer Ebene mit den Kindern zu sprechen und auf sie einzugehen“, beschreibt Sozialassistentin Julia Mittag die Arbeit in der Krabbelgruppe. Die 27-Jährige ist von Anfang an dabei. Egal ob Einkaufsdienst, Organisation oder Mitarbeit im Vorstand: Rund um die Anlage übernimmt jeder Elternteil, der ein Kind in der Krabbelgruppe hat, ehrenamtliche Aufgaben. „Der Zusammenhalt ist wirklich außergewöhnlich.“ Auch beim „Sommereinsatz“: „Alle packen mit an, weil sie wissen, dass die Arbeit den Kinder zugutekommt“, erklärt Schubmann.

Und wenn die Kleinen nach der Sommerpause in die Kita zurückkommen, können sie im neu gestalteten Raum zusammen toben.

Von Philipp Westphal

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