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List Podbi-Park ist wieder eröffnet
Hannover Aus den Stadtteilen List Podbi-Park ist wieder eröffnet
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15:00 28.07.2017
Von Susanna Bauch
Mit neuem Großmieter: Im Podbi-Park soll es endlich vorangehen. Bald öffnet auch die Bibliothek. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Am Wochenende hat das Möbelunternehmen Who’s Perfect nach der Filiale in der Galerie Luise sein zweites Geschäft für italienische Designerstücke eröffnet. Der Ankermieter war für das Unternehmen Accom sehr willkommen, das die verlustträchtige Immobilie im Mai 2014 übernommen hatte. Allerdings standen dafür große Umbaumaßnahmen an. Das Münchner Möbelgeschäft beansprucht rund 3800 Quadratmeter Verkaufsfläche – und somit fast eine komplette Passagenseite.

Im Zuge dieser Veränderungen ist das Bürgeramt in den ersten Stock gezogen, zahlreiche kleine Einzelhändler mussten weichen und die Stadtbibliothek die Seiten wechseln. Nutzer der Bücherei werden ab Anfang August nach einem Jahr Schließzeit wieder Gelegenheit haben, die Einrichtung aufzusuchen. Die Bücherei ist in die ehemalige Schlecker-Filiale gezogen, die seit der Pleite der Drogeriekette im Jahr 2014 leer stand.

Noch sind nicht alle Flächen hergerichtet

Als das Familienunternehmen Accom die Galerie Luise kaufte, entschied man auch, sich des Sorgenkinds der List anzunehmen: Seit eineinhalb Jahren baut der Immobilieninvestor im Podbi-Park um. Ein neuer Zuschnitt und der neue Großmieter sollen die Ladenpassage wieder anziehender für Kunden machen.

Als sonderlich attraktiv gilt der Podbi-Park schon lange nicht mehr. Etliche Konzepte scheiterten, obwohl der Komplex eines der schönsten Geschäftshäuser des Stadtteils ist. Von 2005 bis 2014 stand die Büro- und Ladenpassage unter Zwangsverwaltung. Die Immobilie zeichnete sich vor allem durch Investitionsstau und Leerstand aus. Erst Neueigentümer Accom brachte im Sommer 2014 wieder neuen Schwung, als er Millioneninvestitionen ankündigte.

Sämtliche Flächen sind allerdings noch nicht wieder vollständig hergerichtet. Bauarbeiter sind noch mit dem Polieren des Passagenbodens beschäftigt, an zwei Ladenlokalen wird ebenfalls noch gewerkelt. Aber zumindest der Kundenverkehr läuft wieder reibungslos. Besucher können den Podbi-Park problemlos von der Podbielskistraße und der Lister Straße aus erreichen, ein kleines Bistro bietet Kaffee und Brötchen an. Bleibt zu hoffen, dass Konzept mit dem Ankermieter aufgeht und sich die Passage wieder mit Leben füllt .

Chance für den Podbi-Park

Vor 17 Jahren hat alles vielversprechend angefangen: Der Podbi-Park wurde als Gewerbekomplex auf dem Gelände und in den Gebäuden der ehemaligen Bahlsen-Keksfabrik in der List eröffnet. Viele kleine Einzelhändler lockten Kunden in die Passage, aber die Begeisterung ließ schnell nach. Laufkundschaft fehlte, Läden wechselten den Besitzer oder machten ganz dicht – nach sieben Jahren kam die Insolvenz. Zahlreiche Konzepte zur Wiederbelebung scheiterten, mit Bürgeramt und Stadtbibliothek zogen schließlich zwei gut frequentierte Adressen in den Komplex. Vor drei Jahren hat das Familienunternehmen Accom Immobilien Holding den Podbi-Park übernommen und seitdem nicht nur am Image poliert. Der große Ankermieter will wieder die Gunst der Kunden für die Passage gewinnen.

Alles andere wäre auch schade, denn der Podbi-Park ist ein Kleinod in der List. Wenn dann auch bald wieder die Gastronomie im Herzstück der Passage öffnet, verweilen hoffentlich auch erneut die Bürger, wenn sie von Amt, Bücherei oder Möbeleinkauf kommen. Andere kleine Passagen wie an der Edenstraße funktionieren schließlich auch. Die Lister und Leute aus anderen Stadtteilen sollten sich daher ruhig mal die Zeit nehmen, durch den Komplex zu bummeln – für Neuentdeckungen und aus alter Verbundenheit.

Ein Kommentar von Susanna Bauch

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