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List Poller sollen Falschparker fernhalten
Hannover Aus den Stadtteilen List Poller sollen Falschparker fernhalten
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00:18 04.12.2015
Von Susanna Bauch
Kein ungefährliches Miteinander: Autos parken die Fußwege voll. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
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List

Die Pläne der Stadtverwaltung, die breiten Gehwege an der Jakobistraße mit Pollern aus Sicherheitsgründen für Passanten abzusperren, ruft Kritik bei etlichen Anwohnern hervor. Denn mit den Hindernissen, die Anfang des Jahres in den Bereichen zwischen Voß- und Isernhagener Straße installiert werden sollen, fallen bis zu 60 - illegale - Parkplätze weg. Bislang funktionierte das verkehrswidrige Miteinander auf den Bürgersteigen zwischen Passanten und Autofahrern weitgehend friedlich. Doch in jüngster Zeit häuften sich gefährliche Zwischenfälle etwa mit rangierenden Autos und Kindern auf dem Weg zur Grundschule. Außerdem fühlen sich unmittelbare Anlieger gestört, wenn direkt vor ihrem Fenster ein- und ausgeparkt wird.

„Grundsätzlich ist das ja völlig richtig“, sagt Anwohner Helmut Leibrecht. Allerdings sei in der List in den Abendstunden einfach kein legaler Parkplatz mehr zu ergattern. Sollten dann auch noch die „geduldeten illegalen“ Stellplätze abgesperrt werden, müsse man wohl künftig am Lister Turm parken - und gut zu Fuß sein. Auch Brita Knoche hat so ihre Bedenken. „Wenn das eintrifft, kann ich mein Auto gleich abmelden. Denn wenn man nach 17 Uhr in die Jakobistraße einfährt, findet man keinen Parkplatz mehr auf der Straße und muss sich notgedrungen auf den breiten Gehweg stellen“, sagt die Listerin. Auch auf die Gefahr hin, ein Knöllchen zu bekommen. „Damit lebe ich seit 20 Jahren.“

Karsten Grete ist schon vor 40 Jahren aus der List gen Isernhagen gezogen - unter anderem wegen des Parkplatzmangels. „Leider beantwortet die Verwaltung, die den Falschparkern nun den Garaus bereitet, nicht, wo stattdessen geparkt werden soll“, sagt Grete. Stadtteilgaragen oder befahrbare Innenhöfe würden aus Kostengründen nicht gebaut, die wenigen vorhandenen Garagen würden vererbt.

Alternativen sind tatsächlich rar, wenngleich heute weitaus mehr Lister Bürger Teilautos nutzen, für die es feste Stellplätze gibt. Auch der Trend zu Zweitwagen im Viertel ist eindeutig zurückgegangen. Dennoch kurven allabendlich Autos auf der Suche nach einer freien Lücke durch die Straßen, mitunter werden sogar Eingänge von Spielplätzen zugeparkt. Und die Wartelisten der Stadtteilgaragen sind lang. Der Protest gegen die Poller wird allerdings 2015 genauso wenig fruchten wie 2003, als der östliche Teil der Jakobistraßen-Bürgersteige abgesperrt wurde. Auch damals befürchteten viele das ganz große Parkchaos - damals ist es ausgeblieben, vor allem auch dank der Schrägparkplätze, die in diesem Abschnitt eingerichtet wurden. Damit ist im westlichen Bereich der Jakobistraße nicht zurechnen: Die Buslinie 100/200 verkehrt hier.

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