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List Richtfest bei Regen und Glühwein
Hannover Aus den Stadtteilen List Richtfest bei Regen und Glühwein
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00:15 25.10.2015
Richtfest Neubau Forum Gemeinde St. Joseph, Isernhagener Straße 64.  Quelle: Insa Cathérine Hagemann
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Noch lassen Böden und Wände nur vage erahnen, was im August 2016 feierlich eröffnet werden soll.

Auf einer Grundfläche von 700 Quadratmetern soll der zweistöckige Neubau „das alte Gemeindehaus mit Kita in ein neues Gewand gießen“. So jedenfalls wünscht es sich Pfarrer Heiner Plochg.

Obwohl nicht schwindelfrei, musste Plochg rauf auf den unfertigen Dachstuhl und zusammen mit Bauleiter Olaf Möhlenbrink und Architekt Oliver Arndt den traditionellen Richtspruch verkünden. Während sich unten die Schaulustigen unter ihren Schirmen tummelten, wurde oben mit Schnaps auf die Erfolsgeschichte des neuen Forums angestoßen.

Hinter dem Neubau steht ein modernes Konzept: Im Erdgeschoss finden drei Kita-Guppen und eine Krippengruppe Platz. „Das sind etwa 95 Kinder“, erklärt Gemeindevertreter Sander. Der offene, lichtdurchflutete Flur mit Thekenbereich soll die Kinder zum Spielen einladen - auch über die Gruppen hinweg. Im Obergeschoss sind die Räume durch verschiebbare Wände flexibel angelegt: „Sie können je nach Bedürfnissen gestaltet werden“, erläutert Sander. Für Großveranstaltungen etwa könne ein über 200 Quadratmeter großer Saal geschaffen werden. „Wir wollen mit dem Forum St. Joseph einen Ort schaffen, der auf kirchlichem Fundament Raum gibt für Diskurs und Austausch“, sagt Pfarrer Plochg. Bei der Umsetzung dieser Vison spielen viel Glas und eine offene Fassade eine wichtige Rolle.

Der Bau, der mit dem Spatenstich im Juni begann, habe sich schnell entwickelt. Im April 2016 soll das vom Architekturbüro Pape und Kost geplante Forum beendet sein, so Sander. Dann geht es an die Inneneinrichtung. Er sei optimistisch, dass die Kinder zum neuen Kindergartenjahr die Gruppenräume beziehen können: „Bislang ist alles astrein gelaufen.“

Finanziert wird der 4,6 Millionen Euro teure Neubau aus verschiedenen Töpfen. Das Bistum trägt den größten Teil, die Pfarrgemeinde steuert 500 000 Euro bei. Diese Summe wird vor allem durch ein Patenprojekt aufgebracht: Wer 240 Euro spendet, kann eine „Quadratmeter-Patenschaft“ übernehmen. Rund ein Viertel der ausgewiesenen Quadratmeter hatte beim Richtfest schon einen Paten.

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