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List Ringelpiez mit Pfandflaschen
Hannover Aus den Stadtteilen List Ringelpiez mit Pfandflaschen
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02:15 20.10.2016
Runde Sache: Die Konstruktion wurde eigens von Aha entwickelt. Quelle: Aha
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Hannover

In einem Testprojekt mit dem Abfallunternehmen Aha werden die bislang unerwünschten Altglas-Depots an vier Stellen im Stadtgebiet erprobt. Zu den Versuchsgebieten gehört auch der Lister Platz, wo zwei Testbehälter für bis zu sechs Flaschen an einem Pfeiler neben der Treppe zur U-Bahnstation angebracht werden.

Der Bezirksrat Vahrenwald-List hat dem Vorhaben in seiner jüngsten Sitzung einhellig zugestimmt. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Lars Pohl konnte sich dabei den Hinweis nicht verkneifen, dass der Bezirksrat auf CDU-Initiative schon 2013 ein solches Modellprogramm forderte. Damals wurde der Pfandring allerdings abgelehnt. Zudem wunderte sich Pohl über die relativ hohen Kosten für die Edelstahl-Pfandringe, die von Aha für rund 400 Euro pro Stück angefertigt werden. „Warum greift man nicht auf einen Standard-Pfandring zurück?“, fragte Pohl. „Grundsätzlich gibt es keinen Pfandring, der sich in mehreren Städten durchgesetzt hat“, erwiderte Bezirksratsbetreuer Peter Meyer.

Pilotprojekt kostet 21.200 Euro

Während der Testphase werden die Pfandringe, die allerdings eher zylindrisch aussehen, auch am Steintor und an zwei Stellen auf der Limmerstraße angebracht. Das gesamte Pilotprojekt kostet 21 200 Euro. Diese Summe setzt sich zusammen aus der Herstellung der zwölf Pfandringe (4800 Euro), der Installation samt TÜV-Abnahme (3000 Euro), der wöchentlichen Reinigung (4700 Euro) sowie der sozialwissenschaftlichen Begleitung durch das Karl-Lemmermann-Haus (8700 Euro).

Die Sozialwissenschaftler sollen beobachten, ob das Pilotprojekt tatsächlich die Situation der Pfandflaschensammler, die bisher Mülleimer durchwühlen müssen, sowie die öffentliche Sauberkeit verbessert. Dazu sollen die Beobachter auch Interviews mit Sammlern, Anwohnern und Geschäftsleuten führen.

Von Christian Link

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