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List Sparkasse: Diese Filialen schließen im Osten
Hannover Aus den Stadtteilen List Sparkasse: Diese Filialen schließen im Osten
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00:15 16.10.2016
Wird 2019 geschlossen: Die Niederlassung der Sparkasse an der Lister Meile verschwindet aus dem Stadtbild. Quelle: Moers
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Hannover

19 Filialen in Stadt und Umland sollen demnach bis Ende 2019 geschlossen werden, 14 weitere Niederlassungen werden auf Selbstbedienungsstandorte reduziert. Gleich sechs Filialen werden hier bis Ende 2019 dicht gemacht oder in ihrem Beratungsangebot stark eingeschränkt. Nachdem das kommunale Geldinstitut die geplanten Schließungen und Leistungskürzungen veröffentlich hat, macht sich in den betroffenen Stadtteilen Ernüchterung breit.

„Der Einzelhandel an Vier Grenzen hatte sich zuletzt so gut stabilisiert. Die Schließung der Sparkassen-Filiale ist deshalb für die umliegenden Geschäfte äußerst bedauerlich“, kommentiert Monica Plate (Grüne), stellvertretende Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks Vahrenwald-List, das Sparkonzept. Die Niederlassung an der Podbielskistrasse 93 befindet sich auf der Liste der Standorte, die in den nächsten drei Jahren den Betrieb vollständig einstellen werden.

Im Bereich Oststadt/List ist die Filiale an der Lister Meile betroffen. Während die Sparkasse am Lister Platz erhalten bleibt, verschwindet das Geldinstitut im südlichen Teil der Flaniermeile. In Groß-Buchholz wird zudem die Filiale Schierholzstraße geschlossen.

Deutliche Veränderungen im Sahlkamp

Deutliche Veränderungen gibt es auch im Sahlkamp, im Heideviertel und in Anderten. Die Niederlassung der Sparkasse in der Elmstraße im Sahlkamp wird zu einem Selbstbedienungsstandort mit Automaten zurückgebaut. An der Schwarmstädter Straße im Heideviertel und der Andertener Pumpstraße wird es künftig nur noch an zwei Tagen in der Woche eine persönliche Beratung durch Sparkassenmitarbeiter geben. „Die Entscheidung ist endgültig“, sagt Sparkassen-Sprecherin Renate Schmidt-Temmelmann über das Sparkonzept und erteilt damit Einwänden und Änderungswünschen eine klare Absage.

Der Vize-Vorsitzende des Seniorenbeirats Klaus Dickneite hatte öffentlich angekündigt, gegen die Schließungen zu protestieren. Denn Senioren sind die klaren Verlierer der Neuausrichtung. Viele werden dem von der Sparkasse beförderten Trend zum Online-Banking nicht folgen können. Seniorenvertreter Dickneite setzt bei seinem Ansinnen auf die Unterstützung der Bezirksräte. Doch die Gremien werden an dem Beschluss des Sparkassen-Vorstands nichts mehr ändern können. „Das ist eine Entscheidung der Sparkasse. Der Bezirksrat kann da nicht viel bewirken“, sagt die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Plate. Sie geht dennoch davon aus, dass sich das Gremium nach der anstehenden Neukonstituierung des Themas annehmen wird. „Man kann versuchen, mit dem Vorstand zu reden“, meint Plate. Das Kreditinstitut hat auf eine Anfrage Gesprächsbereitschaft signalisiert, solange es lediglich darum gehe, die Entscheidung zu erklären.

Kunden sind unzufrieden

Bei den betroffenen Kunden in den Stadtteilen herrscht derweil Unmut über die Pläne. Im Verbund mit weiteren Umstrukturierungen und Personalkürzungen von 200 Stellen sollen dadurch insgesamt 30 Millionen Euro im Jahr eingespart werden. „Ich wurde bei meinen Besuchen am Schalter fast dazu gedrängt, meine Bankgeschäfte in Zukunft online zu machen“, berichtet Heiko Zabka, Kunde der Filiale Lister Meile. Obwohl der 50-Jährige zur Generation der mittelalten Bankkunden gehört, verwehrt er sich dem Online-Banking bislang. „Ich sehe nicht die Notwendigkeit“, erklärt er entschieden, nachdem er am Montag nach Feierabend die Selbstbedienungsautomaten benutzt hat. Hinter ihm prangt ein Werbeplakat der Sparkasse. „Sicher online zahlen ist einfach“, steht ermunternd darauf. „Einfach im Online-Banking registrieren“, empfiehlt die Sparkasse. Zabka will seine Geschäfte auch künftig vor Ort erledigen können – dann eben ein paar Hundert Meter weiter am Lister Platz.

Von Mario Moers

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