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List Sturm „Xavier“ fällt 100-jährigen Ahorn
Hannover Aus den Stadtteilen List Sturm „Xavier“ fällt 100-jährigen Ahorn
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00:16 15.10.2017
Von Susanna Bauch
Einen mehr als hundert Jahre alten Baum hat Sturm "Xavier" in einem Innenhof in der List gefällt. Quelle: privat
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Hannover

Der stattliche Ahornbaum stand mitten auf dem Innenhof zwischen Ferdinand-Wallbrecht-, Stromeyer-, Kollenrodt- und Gabelsbergerstraße. Im Sturm kippen zwei der drei mächtigen Stämme um wie ein Stängel, am Dienstag stürzte auch der letzte Stamm zur Seite. Derzeit beginnt der Abtransport der zahlreichen Äste.

Ein herber Verlust

Für die Hausgemeinschaften der vier Straßen ist das ein herber Verlust. „Der Ahorn war nicht nur wunderschön, sondern auch Sichtschutz, Schatten- und Frischluftspender“, sagt eine Anwohnerin, auf deren Grundstück der Baum seine Wurzeln hatte. „Es ist ein Trauerspiel“, meint auch Anlieger Günter Heynitzsch. Gemeinsam mit vielen engagierten Nachbarn möchte er dafür sorgen, dass im Innenhof schnell Ersatz geschaffen wird. „Ein Anlieger ist auf die Idee gekommen, Geld zu sammeln, damit möglichst schnell ein neuer Baum gepflanzt wird“, so der Rentner. Dieser sollte dann durchaus eine stattliche Höhe haben. „Ich bin schon dafür, dass er dann bei mir in die erste Etage guckt“, meint Heynitzsch.

Zunächst muss aber der Innenhof geräumt werden, eine Aufgabe, die Tage in Anspruch nehmen dürfte. „Der Ahorn hat die Gardinen ersetzt“, meint eine Anliegerin aus der Gabelsbergerstraße. Jetzt müssten wohl erst einmal Rollos her. Im Sommer habe der Baum wunderbar Schatten gespendet, auch das falle nun erst einmal weg.

Sammeln für einen Ersatz

Eine Nachbarin hat den stolzen Ahorn, der längst über den fünften Stock der Altbauten hinausgewachsen war, im Frühsommer noch fotografiert - für einen Austauschschüler aus Südamerika, der so einen belaubten Baum gar nicht kannte. „Der Ahorn sah vollkommen gesund aus“, sagt sie. Zum Glück aber habe der Sturz keine größeren Schäden angerichtet oder gar Menschen verletzt.

Günter Heynitzsch hofft nun, dass möglichst viele Nachbarn in Sachen Ersatzpflanzung an einem Strang ziehen. „Die Besitzverhältnisse können ja nicht einfach über den Haufen geworfen werden. Aber wir hätten schon gerne bald wieder einen stattlichen Ahorn an gleicher Stelle.“

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