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Verkaufsoffener Sonntag auf der Podbi

Konkurrenz belebt das Geschäft Verkaufsoffener Sonntag auf der Podbi

„Richtig viel los auf der Podbi!“, ist der Slogan, mit dem der Verein Lister Kaufleute am Wochenende beim vorkaufsoffenen Sonntag auf die Geschäfte zwischen Lister Platz und Noltemeyerbrücke aufmerksam machen will. „Die Podbi ist mehr, als nur eine Ausfallstraße“, findet ihr Sprecher.

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Entspannen in den Seitenstraßen: Die Ladenbesitzerinnen Janin Pröpper und Yodit Hintza errichten in der gesperrten Drostestraße eine improvisierte Sitzlandschaft.

Quelle: Moers

Hannover. Der Sprecher der Lister Kaufleute, Winfried Mokrus, ist gleichzeitig erster Vorsitzender des Forums Hannover Nordost. Der Dachverband mehrerer Standortgemeinschaften wurde 2013 gegründet, um Aktivitäten zu bündeln. Tatsächlich ist die Dichte an Vereinen, die sich für die Stärkung des Handels in ihrem Quartier einsetzen, in der List besonders hoch: Fünf Zusammenschlüsse sind dort aktiv, die am Wochenende für ein launiges Einkaufserlebnis sorgen wollen. Der sechste, Vosswärts e. V., liegt derzeit auf Eis.

Unterschiedliche Schwerpunkte

Dass es so viele Standortgemeinschaften auf engem Raum gibt, liegt vor allem an den unterschiedlichen Schwerpunkten: Die einen konzentrieren sich auf die Lister Meile, andere wollen Kundschaft auch in die Nebenstraßen locken. Streitpunkte gibt es dabei wenige - abgesehen vom Lister-Meile-Fest, das die Aktion Lister Meile organisiert.

„Der Aktion Lister Meile ist es egal, ob vor meinem Laden tagelang eine Pommesbude die Luft verpestet“, sagt Elsa Hinze verärgert, die Geschäftsführerin des Ladens Violettas Lieblingsstücke. Mit mehr als 200 000 Besuchern ist das größte gemeinsame Fest der Werbegemeinschaft überregional bekannt. Doch nicht alle Geschäftsleute halten solche Großveranstaltungen für gelungene Werbung. Deshalb gründete sich vor zwei Jahren der Verein Lister-Meilen-Sterne. „Wir organisieren lieber viele kleinere Events, statt drei Tage Halligalli“, erklärt Hinze, die zweite Vorsitzende. Im Kern verbindet die Sterne und die altehrwürdige Aktion allerdings ein Ziel: die Stärkung der Meile als zentrumsnahe Einkaufsstraße.

Shopping-Samstag in den Nebenstraßen

Etwas abseits der Flaniermeile haben bereits am vergangenen Wochenende bunte Ballons, Flyer und Plakate auf die Werbeaktion einer weiteren Standortgemeinschaft hingewiesen. 24 Geschäfte luden unter dem Dach des Vereins Lister Liebling zum Shopping-Samstag in die Nebenstraßen. Mit Sonnenschirmen, einem Kuchenbüfett und Gartenstühlen hatten die Ladenbesitzerinnen Janin Pröpper (Raum-Form-Plan) und Yodit Hintza (Sem Qui) mitten in der gesperrten Drostestraße eine gemütlich improvisierte Sitzlandschaft aufgebaut. „Hier in den Nebenstraßen kommt nur wenig von der Laufkundschaft der Lister Meile an“, erklärt Pröpper, weshalb sich auch viele Läden der Drostestraße den Lister Lieblingen angeschlossen haben. Die „Lieblinge“ vertreten die Interessen all derjenigen, die sich abseits der Einsatzgebiete der Aktion Lister Meile oder der Meilen-Sterne befinden. „Wenn wir hier nichts unternehmen, macht es niemand. Man muss die Leute anlocken“, erklärt Pröpper, seit vier Jahren Vorsitzende der „Lieblinge“. „Ich liebe diesen Stadtteil und deshalb mache ich das“, beschreibt sie ihr Engagement. Aktionen wie der Shopping-Samstag erinnern mit ihren trendig-bunten Flyern an das Blaue Wunder in Linden. Beide Aktionen legen einen Schwerpunkt auf kleine Mode-, Wohnaccessoire- und Lifestyle-Läden. Ein gibt einen gedruckten Einkaufsführer und gemeinsame Veranstaltungen.

"Landschaft hat sich stark gewandelt"

„Die Landschaft der Standortgemeinschaften hat sich in den letzten zehn Jahren stark gewandelt“, berichtet Winfried Mokrus. Als Vorsitzender des Forums, Mitglied der Lister Kaufleute und Geschäftsführer eines Stadteventunternehmens hat er einen guten Überblick über die Szene im Nordosten. „Es gibt hier keine Doubletten, stattdessen eine gute räumliche Ergänzung“, konstatiert er - trotz kleinerer Überlappungen und Unstimmigkeiten. Zur Entlastung und weiteren Professionalisierung der weitgehend ehrenamtlichen Arbeit bietet das Forum Nordost regelmäßig Seminare und Netzwerktreffen.

Eine Premiere gibt es am Sonnabend, 9. November: Dann lädt das Forum zum 1. Unternehmerball in das Tanzhaus Hannover. „Mit dem Ball soll eine neue, weitere Ebene der besonderen Kommunikation ermöglicht werden“, sagt Mokrus. Das gemeinsame Ziel ist klar. Der Handel in der List soll sich so gut entwickeln, wie es die Standortgemeinschaften vormachen.

Verkaufsoffener Sonntag

Am Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr laden 20 Geschäfte entlang der Podbielskistraße zum verkaufsoffenen Sonntag. Parallel dazu findet in der Käthe-Kollwitz-Schule und in der Gethsemanegemeinde (10 bis 16 Uhr) ein Tag der offenen Tür statt. Auf der Lister Meile sind am Sonntag ebenfalls viele Geschäfte geöffnet. Außerdem organisiert die Aktion Lister Meile dann dort ihren Herbstmarkt und ein Kinderfest.

Werbegemeinschaften in der List

Forum Hannover Nordost e. V.
Gegründet: 2013
Gebiet: Dachverband der Standortgemeinschaften in Hannovers Nordosten
Mitglieder: Mehr als 400 Unternehmen
Ziele: Know-how-Transfer und das Nutzen von Synergieeffekten zwischen den Standortgemeinschaften. Interessenvertretung der Standortgemeinschaften auf politischer Ebene.
Ansprechpartner: Winfried Mokrus,
Telefon (01 63) 1 54 62 10
Aktion Lister Meile e. V.
Gegründet: 1972
Gebiet: Gewerbe auf der Lister Meile
Mitglieder: Mehr als 80
Gebühr: 25 Euro/Monat
Ziele: Stärkung der Liste Meile als Einkaufsstraße. Organisation von Großveranstaltungen wie Lister-Meile-Fest oder Weihnachtsmarkt. Dauerthema ist die Verbesserung der Anbindung der Lister Meile an die Innenstadt und Renovierung der Straße.
Ansprechpartner: Dirk Eberitzsch, 
Telefon (05 11) 31 30 55
Lister Kaufleute e. V.
Gegründet: 2008
Gebiet: Podbielskistraße zwischen Lister Platz und Noltemeyerbrücke inklusive der Parallelstraßen.
Mitglieder: ca. 30
Gebühr: 100 Euro/Jahr
Ziele: Belebung der Podbielskistraße als Einkaufsstraße. Mitglied im Forum 
Hannover Nordost. Beteiligung an Liliencronplatz-Fest und dem Lister Gartenfestival.
Ansprechpartnerin: Sabine Hohnfeld,
Telefon (05 11) 48 89 42 00

Lister-Meilen-Sterne e. V.
Gegründet: 2014
Gebiet: Lister Meile und direktes Umfeld
Mitglieder: 26
Gebühr: 200 Euro/Jahr
Ziele: Stärkung der Lister Meile als moderne Einkaufsstraße. Kritische Haltung gegenüber Großveranstaltungen wie dem Lister-Meile-Fest. Ausrichtung kleinerer Events. Einheitliche Weihnachtsbeleuchtung. Begrünung der Baumscheiben.
Ansprechpartnerin: Elsa Hinze,
Telefon (05 11) 7 00 03 37
Lister Liebling e. V.
Gegründet: 2008
Gebiet: Geschäfte abseits der Lister Meile (Nebenstraßen)
Mitglieder: 34
Gebühr: 200 Euro/Jahr
Ziele: Bewerbung und Stärkung des Handels „fernab der großen Verkaufsstraßen“ rund um die Lister Meile. Herausgeber
eines Einkaufsratgebers. Organisation von Event-Einkaufsaktionen wie dem Shopping-Samstag.
Ansprechpartnerin: Janin Pröpper,
Telefon (05 11) 4  88 60 23
Vosswärts e. V.
Gegründet: 2003 (derzeit inaktiv)
Gebiet: Voßstraße
Mitglieder: Mehr als 100 (privat und 
gewerblich)
Gebühr: 10 Euro/Jahr
Ziele: Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung der Voßstraße. Einsatz für die Interessen aller Anlieger, dazu zählen Händler ebenso wie Gewerbe, Schulen und andere Einrichtungen. Ausrichtung des Straßenfests Voßfest.
Ansprechpartner: –

Von Mario Moers

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So schön ist Hannover-List
List in Zahlen
  • Stadtbezirk : Vahrenwald-List, 2. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 67.620
  • Einwohner je Stadtteil: Vahrenwald (24.036) und List (43.584)
  • Bevölkerungsdichte : 8.216 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30161, 30163, 30165, 30177, 30655
  • Markantes aus der Geschichte: 2004 feierte die List ihr 700-jähriges Bestehen. Das älteste noch vorhandene Fachwerkhaus ist eine frühere Einsiedlerkate in der Waldstraße.
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