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Marienwerder Ist dieser Friedhofsparkplatz illegal?
Hannover Aus den Stadtteilen Marienwerder Ist dieser Friedhofsparkplatz illegal?
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00:15 05.03.2017
Die Verwaltung prüft, ob die Parkfläche an der Friedhofskapelle stillgelegt werden muss.
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Hannover

Eigentlich wollte man doch bloß die Ausfahrt von dem kleinen Schotterparkplatz zwischen der Gaststätte Waldkauz und der Kapelle sicherer gestalten. Ein Verkehrsspiegel wurde beantragt, der abbiegenden Autofahrern einen besseren Blick um die Friedhofshecke ermöglichen soll. Der Haken: Auf beiden Seiten der Friedhofskapelle befinden sich Parkplätze. Als man in der Verwaltung die Spiegel-Forderung prüfte, fiel auf, dass der Größere von beiden vermeintlich niemals amtlich als Parkfläche ausgewiesen wurde. Er wäre demnach illegal. Besonders kurios, der Verkehrsspiegel war eigentlich für den Kleineren vorgesehen, der Größere geriet also versehentlich in das Visier der Verwaltung.

„Es muss jetzt weiter geprüft werden, ob der Parkplatz möglicherweise stillgelegt wird“, kommentiert Bezirksmanagerin Rita Heitsch die unerwartete Entdeckung.

Den eigentlichen Anlass der Prüfung hält die Stadt dagegen für rechtlich nicht machbar. Verkehrsspiegel seien grundsätzlich nicht „rechtswirksam“ und würden deshalb in der Landeshauptstadt nicht aufgestellt. Der CDU-Antrag scheiterte nach dieser Einschätzung auch in der anschließenden Abstimmung im Bezirksrat und ist damit vom Tisch. Was bleibt, ist die Frage, ob Trauergäste in Marienwerder künftig einen längeren Fußmarsch einplanen müssen. „Die Verwaltung hat das alles völlig durcheinandergebracht“, konstatiert CDU-Fraktionschef Wolfgang Neubauer verärgert. Sein Parteikollege Norbert Dragon kündigt bereits Protest an, sollte die Verwaltung tatsächlich eine Stilllegung in Erwägung ziehen.„Den Parkplatz zu streichen wird in Marienwerder auf entschiedenen Widerstand stoßen“, so Dragon.

Einen interessanten Beitrag zur fehlentwickelten Spiegel-Debatte lieferte ein Anwohner in der Bürgersprechstunde des Bezirksrats. „Vor langer Zeit hing dort sogar ein Spiegel. Der wurde irgendwann abgebaut“, erklärte er.

Von Mario Moers

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