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Beim Flyball-Staffellauf haben Hunde aus Bramsche die Nase vorn

Misburg-Nord Beim Flyball-Staffellauf haben Hunde aus Bramsche die Nase vorn

120 Hunde, vom Border Collie bis zum Dackel, sind auf dem Gelände des Polizeihundesportvereins Misburg (PHV Misburg) mit ihren Besitzern beim Niedersachsen-Flyball-Cup angetreten. Beim rasanten Staffellauf triumphierte am Ende das Team „Unglaublichen“ aus Bramsche.

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Die sogenannte Flybox wirft dem Hund den Ball entgegen. Foto: von Ditfurth

Quelle: Philipp von Ditfurth

Misburg-Nord. Fast sieht es so aus, als fliege er über die Hindernisse, die ihm den Weg zum Ball versperren. Der steckt in einer schwarzen Box am Ende der Rennbahn. Zielstrebig rennt der Hund auf sie zu, tritt mit den Vorderpfoten auf die sogenannte Flybox, der kleine Ball fliegt ihm entgegen, landet im Maul - und er rennt wieder zurück, wo der nächste Vierbeiner schon aufgeregt darauf wartet, endlich lossprinten zu können.

120 Hunde, vom Border Collie bis zum Dackel, waren am Sonntag auf das Gelände des Polizeihundesportvereins Misburg (PHV Misburg) gekommen, um bei einem der fünf Turniere des Niedersachsen-Flyball-Cup anzutreten. Flyball, das könne man sich wie einen Staffellauf vorstellen, erläutert Karsten Brunner, Vorsitzender des PHV und Trainer der beiden Misburger Flyball-Mannschaften. Jeweils zwei Mannschaften à vier Hunden treten gegeneinander an.

Jede Mannschaft gehört, je nach Schnelligkeit, einer anderen Division an. „Gegen ein reines Border-Collie-Team können andere Rassen nicht gewinnen“, erläutert Brunner. Die Teams, die den Parcours am schnellsten und mit den wenigsten Fehlern bewältigen, gewinnen.

„Man nennt es auch die Formel 1 des Hundesports“, sagt Brunner. Seit fünf Jahren bietet der PHV Misburg die rasante Sportart an. „Das Tolle ist, dass Flyball für fast alle Rassen geeignet ist“, sagt Brunner. Auch die Leistung sei zweitrangig: „Wir nehmen jedes Tier herzlich auf, auch wenn es nicht das schnellste ist“, sagt er. Denn nicht die Leistung des einzelnen Tieres, sondern die der ganzen Mannschaft und vor allem auch der Spaß stehen am Ende im Vordergrund.

Auch Maike Bröske-Bäumer ist mit ihren zwei Teams der „Blizzards from OS“ aus Osnabrück nach Misburg gekommen. „Der Zusammenhalt der Teams ist einfach toll - das ist der Vorteil beim Mannschaftssport“, sagt sie. Das Training und die Turniere wirken sich auch positiv auf die Sozialisierung des Hundes aus. „Immerhin kommt einem ein anderer Hund mit der Beute entgegen, die mein Hund auch haben will“, erläutert sie.

Für das Turnier in Hannover ist sie extra um 4.30 Uhr morgens aufgestanden. „Flyball ist einfach nicht so bekannt, daher gibt es nicht überall Teams“, sagt Bröske-Bäumer. Für Turniere fahre sie also auch mal weitere Strecken. „Ein bisschen verrückt zu sein schadet also auch nicht“, sagt sie schmunzelnd.

In Misburg haben sich in der vierten, also der langsamsten Division, die „Hot Bottems“ aus Olsberg durchgesetzt. In Division 3 gewannen die „Lindhorster Flitzepfoten“ aus Lindhorst, in Division 2 die „Blizzard from OS“ aus Osnabrück und in der ersten Division die „Unglaublichen“ aus Bramsche mit der Tagesbestzeit von 18,34 Sekunden.

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Misburg in Zahlen
  • Stadtbezirk : Misburg-Anderten, 5. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 32.300
  • Einwohner je Stadtteil: Anderten (ca. 7.600 Ew.), Misburg-Nord (ca. 21.900 Ew.) und Misburg-Süd (ca. 2.600)
  • Postleitzahl : 30559, 30627, 30629, 30655
  • Geschichte: Misburg wurde 1974 im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform nach Hannover eingemeindet.
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