Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Misburg Zündete 31-Jähriger seine eigene Bar an?
Hannover Aus den Stadtteilen Misburg Zündete 31-Jähriger seine eigene Bar an?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:53 15.03.2017
Gold-Bar in Misburg: Die Polizei hat den Brandort abgesperrt. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Unter mysteriösen Umständen ist in der Nacht zu Mittwoch in Misburg eine Bar abgebrannt. Der 31-jährige Besitzer musste von drei Fußgängern aus dem völlig verrauchten Keller gerettet werden. Zunächst hieß es, der Mann sei von drei Räubern überfallen und gefesselt worden. Doch nun stellt sich heraus: Der Inhaber hatte sich den Überfall laut Polizei offenbar nur ausgedacht.

Die Gold-Bar in der Kurzen Straße war am Dienstag kurz vor Mitternacht in Flammen aufgegangen. „Es gab einen lauten Knall, und das ganze Haus hat gewackelt“, sagt Jacqueline Labitzke, die direkt über der Kneipe wohnt. Sie weckte sofort alle weiteren Bewohner des Hauses und flüchtete ins Freie. Dort versuchten bereits drei Männer im Alter zwischen 23 und 27 Jahren, die Kneipentür einzutreten. Der Grund: Sie hatten Hilfeschreie aus dem Inneren der Gold-Bar gehört.

Die jungen Männer hatten zufällig nur einige Meter vor einer Shisha-Bar geraucht und das Feuer bemerkt. Nach seiner Rettung sei der 31-Jährige auf den Treppenstufen liegengeblieben und habe „gehustet wie verrückt“, berichtet Labitzke. Der Rettungsdienst brachte den Mann mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, das er bereits wieder verlassen konnte. Die Feuerwehr war bis etwa 1.30 Uhr mit 54 Kräften und 18 Fahrzeugen im Einsatz.

In einer Bar in Misburg hat es in der Nacht zu Mittwoch gebrannt. Drei junge Männer hörten Hilferufe und retteten den 31-jährigen Barbesitzer vor den Flammen.

Unmittelbar nach den Löscharbeiten begann die Polizei mit ihren Ermittlungen. Der 31-Jährige sagte aus, von drei Männern überfallen worden zu sein. „Sie hätten ihn mit einer Schusswaffe bedroht und Geld verlangt“, sagt Polizeisprecherin Kathrin Pfeiffer. Als der 31-Jährige sich geweigert habe, sei er gefesselt und zurückgelassen worden.

Doch während der Vernehmung seien den Beamten Zweifel an der Version des Barbesitzers gekommen, „sodass dieser nun im Fokus der Maßnahmen steht“, sagt Pfeiffer. Ob die Polizisten zum Beispiel deshalb stutzig wurden, weil der 31-Jährige offenbar nur an den Beinen gefesselt war, will die Sprecherin nicht kommentieren. „Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir nicht mehr sagen.“

Allerdings richte sich nun unter anderem der Verdacht der schweren Brandstiftung gegen den Mann. Mittwochabend wurde er noch immer von der Kriminalpolizei vernommen. Behördensprecherin Pfeiffer: „Gleichzeitig ermitteln wir aber auch weiterhin in andere Richtungen.“ Am Donnerstag wollen sich die Brandermittler die Kneipe erneut ansehen.

Der Kneipier aus Laatzen hatte die Misburger Gold-Bar erst am 1. Februar eröffnet. Sowohl Nachbarn als auch Geschäftsleute beschreiben ihn als nett und freundlich. „Er hat bei mir immer Kaffee gekauft und ,Hallo’ gesagt“, so Kioskbesitzerin Hülya Doganay. Ärger oder andere Zwischenfälle habe es nie gegeben. Nachbarin Sasja Fuchs berichtet hingegen auch, dass in der Gold-Bar „nie etwas los“ gewesen sei.

Von Peer Hellerling

Die neue Flüchtlingsunterkunft Kampstraße in Misburg ist fertig, sie ist für Familien gedacht. Interessierte haben sich ein Bild von der Anlage gemacht. Die Reaktionen reichten von „luxuriös“ bis "zweckmäßig". Derweil werden Ehrenamtliche gesucht, die sich im Nachbarschaftskreis engagieren wollen.

Conrad von Meding 11.03.2017

Der Stadtbezirksrat Misburg-Anderten fürchtet eine Rattenplage am Ostufer des Mittellandkanals im Bereich Mühlenweg. Nicht ganz unschuldig an der Situation könnten Bürger sein, die am Kanal Vogelfutter auslegen.

Bernd Haase 20.02.2017

Seit vielen, vielen Monaten arbeiten unterschiedliche Partner an der Frage, wie denn ein Beamer zwecks besserer Darstellung etwa von Bebauungsplänen im Misburger Rathaus zu installieren sei. Im Sommer könnte die bürokratische Odyssee ihr Ende finden.

Bernd Haase 20.02.2017