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Misburg Bürger dürfen bei der Gestaltung des Stadtteilparks mitreden
Hannover Aus den Stadtteilen Misburg Bürger dürfen bei der Gestaltung des Stadtteilparks mitreden
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02:15 05.12.2015
Von Bernd Haase
Viele Ideen für die Brachfläche zwischen Kampstraße und Heinrich-Böll-Weg: Ab 2017 soll hier ein neuer Stadtteilpark entstehen. Quelle: Michael Wallmüller
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Misburg

Als Gesina Schindler, Teamleiterin aus dem Grünflächenamt, Projektleiterin Kristin Weber sowie Mitarbeiter des Planungsbüros Koris aus Hannover das Vorhaben in der Grundschule Mühlenweg präsentierten und zu Workshops einluden, kamen immerhin rund 70 Interessierte - zumeist wohnen sie entweder direkt an der rund 40.000 Quadratmeter großen Fläche oder in deren Nähe. „Es ist bei uns lange Usus, dass wir solche Parks mit denen planen, die sie später nutzen“, sagte Schindler und hoffte auf einen kreativen Abend.

Das künftige Stadtteilparkareal liegt derzeit in großen Teilen brach. Am östlichen Rand befindet sich die Kita Kampstraße, im Westen liegen ein Spiel- und ein Bolzplatz. „Der Spielplatz ist alt, der Bolzplatz bei schlechtem Wetter eine Seenlandschaft“, berichtete Kristin Weber. Außerdem gibt es Wiesen- und Gehölzflächen, einen leicht verwunschen wirkenden Birkenhain und mehrere Trampelpfade, die im Laufe der Jahre entstanden sind. Am Heinrich-Böll-Weg plant die Stadt noch eine Zeile dreigeschossiger Neubauten.

Hier soll der Park entstehen Quelle: gh

Weber erklärte, dass es für den Park einige Vorgaben gibt. So will die Stadt den Birkenhain und einige Gehölzbestände erhalten - „es soll der Charakter eines Landschaftsparks entstehen“, nannte sie den Grund. Spielplatz und Bolzplatz sollen in Schuss gebracht werden. An der Kita will die Stadt einen zweiten Spielplatz anlegen. Die Frage eines Besuchers, ob denn als Gestaltungselement auch Wasser etwa in Form von künstlichen Teichen vorgesehen sei, verneinte Schindler. Auch ist der Park in erster Linie für Spaziergänger gedacht, was bedeutet, dass Radfahrer ihn nur in Nord-Süd-Richtung durchqueren sollen. Anlagen für Skater darf es aus Lärmschutzgründen nicht geben.

Bei den anschließenden Workshops, zu denen sich die Besucher in drei Gruppen aufteilten, wurde das Grundkonzept in der Regel für gut befunden. „Alle hatten den Wunsch, dass die Wege auf einen zentralen Platz oder ein Rondell in der Mitte zulaufen“, berichtet Karen Dörrer vom Planungsbüro Koris. Auch die Anlage eines Fitnessparcours für alle Generationen sei angeregt worden. Nicht zuletzt sei es den Teilnehmern darum gegangen, dass genügend Sitzbänke und Mülleimer aufgestellt und dass die Wege nachts beleuchtet werden.

Im nächsten Schritt befragt die Stadt nun Kinder und Jugendliche nach deren Vorstellungen. Eine davon ist, den Bolzplatz gleichzeitig für Fußballer und Basketballer nutzbar zu machen. Ende Mai will die Stadt ihre Detailplanung wieder den Bürgern vorstellen und sie bei Wohlgefallen dann von der Politik beschließen lassen. Baubeginn wäre demnach im Jahr 2017. „Vermutlich wird es mehrere Bauabschnitte geben“, sagt Schindler.

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