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Bürger wollen Bäume im Steinbruchsfeld erhalten

Misburg Bürger wollen Bäume im Steinbruchsfeld erhalten

Die Pläne für das Neubaugebiet Steinbruchsfeld bleiben umstritten. Nach einer Abstimmungspanne, wegen der die Stadtverwaltung formell keine Einwände des Bezirksrats oder der Bürger mehr berücksichtigen muss, ist der Bezirksrat um Schadensbegrenzung bemüht.

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Auf diesem Gebiet soll gebaut werden.

Quelle: privat

Hannover. Nach der kurios verlaufenen Abstimmung im Stadtbezirksrat Misburg-Anderten zum geplanten Neubaugebiet Steinbruchsfeld-Ost will die örtliche SPD erreichen, dass Forderungen und Anträge des Gremiums sowie der Bürger bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden. Gegen das Projekt gibt es viele Vorbehalte. Unter anderem hat sich eine Bürgerinitiative gegründet und eine Online-Petition gestartet.

Das geplante Neubaugebiet schließt an den westlichen Teil des Steinbruchsfeldes an. Die Stadt will nach bisherigen Planungen dort bis zu 400 Wohnungen errichten lassen. Dafür müssten gärtnerisch genutztes Land sowie ein etwa ein Hektar großer Pappelbestand weichen.

Initiative kämpft für Naturschutz

Der Bezirksrat hatte in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause das Thema auf der Liste und sollte auf Wunsch der Verwaltung eine vorgezogene Bürgerbeteiligung beschließen. Dies ging schief, weil CDU und FDP dagegen stimmten. Sie sorgten damit für ein Abstimmungspatt, was einer Ablehnung gleich kommt. „Wir wollten den Bürgern mehr Zeit geben, ihre Einwände zu überprüfen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Patrick Hoare.

Vorbehalte der Bürger gibt es durchaus. Die Initiative um Enrico Böhland wendet sich gegen „Raubbau an der Natur und Zerstörung des Lebensraumes heimischer Tierarten.“ Sie will zumindest das Gartenland und den Baumbestand retten. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz sorgt sich um „Lebensraumstrukturen für zahlreiche Tierarten, insbesondere Vögel und Fledermäuse“. Er fordert eine entsprechende Begutachtung. Schon länger ein Thema sind Verkehrsbelastungen in diesem Bereich Misburgs.

Stadtverwaltung prüft Anträge

Der Stadtbezirksrat selbst hatte ebenfalls Änderungswünsche, unter anderem in Sachen Baumschutz, Fernwärmeanschluss und zu Fragen eines projektbegleitenden Runden Tisches. Diese Wünsche wiederum müssen wegen des Abstimmungsergebnisses formell nicht berücksichtigt werden. „Die Stadtverwaltung hat aber zugesagt, dass sie die Anträge sorgfältig prüfen wird“, sagt der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Tegeder. Die Sozialdemokraten sehen offensichtlich Erklärungsbedarf, was die politische Situation im Stadtbezirk Misburg-Anderten angeht. „Wir haben beschlossen, als Fraktion künftig vor jeder Bezirksratssitzung von 17 Uhr an eine Bürgersprechstunde durchzuführen“, kündigt Tegeder an.

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Misburg in Zahlen
  • Stadtbezirk : Misburg-Anderten, 5. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 32.300
  • Einwohner je Stadtteil: Anderten (ca. 7.600 Ew.), Misburg-Nord (ca. 21.900 Ew.) und Misburg-Süd (ca. 2.600)
  • Postleitzahl : 30559, 30627, 30629, 30655
  • Geschichte: Misburg wurde 1974 im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform nach Hannover eingemeindet.
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