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Misburg Burg-Apotheke wird 50 Jahre alt
Hannover Aus den Stadtteilen Misburg Burg-Apotheke wird 50 Jahre alt
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02:15 19.02.2016
Von Bernd Haase
Service zählt: Ralf Oelmann, Inhaber der Waldapotheke in Misburg. Foto: Surrey Quelle: Rainer Surrey
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Misburg

Das Gebäude der Burg-Apotheke an Meyers Garten sieht noch aus wie vor fünf Jahrzehnten. Innen jedoch dominiert nicht mehr die gesetzte, streng funktionale und in Holztönen gehaltene Atmosphäre der Gründerjahre. Heutzutage sind Apotheken heller und freundlicher eingerichtet. Die Burgapotheke im Herzen Misburgs hat diesen Wandel mitgemacht. Sie ist am Montag 50 Jahre alt geworden. Das Hochhaus, in dem sie residiert, steht an der Stelle der 1965 abgerissenen Gaststätte Meyers Garten, die Namenspate für Misburgs Zentrum war.

Apothekerin Monika Ulbrich war es, die die Burgapotheke als dritte ihrer Art in der damals selbstständigen Gemeinde mit knapp 19 000 Einwohnern gründete. Dort herrschte in den Sechzigerjahren Ärztemangel. Dr. Walter Ulbrich, beim Pharmaunternehmen Schering beschäftigt, setzte sich erfolgreich dafür ein, dass sich das änderte. Im Jahr 1970 gab er seinen Job in der Industrie auf und stieg voll mit ins Apothekergeschäft seiner Frau ein.

Nach dem Tod von Monika Ulbrich im Jahr 1997 führte ihr Mann das Geschäft zunächst alleine weiter und verpachtete es schließlich an seine Tochter. Als er endgültig in den Ruhestand ging, war er 75 Jahre alt, mehr als 50 Jahre im Beruf gewesen und „in Misburg eine Institution“, sagt sein Nach-Nachfolger Ralf Oehlmann als heutiger Inhaber.

Bettina Jänicke-Ulbrich baute die Apotheke 2005 um. Dabei stattete sie das Geschäft mit einem automatisierten Warenlager aus. „Damals hatte nur eine von hundert Apotheken in Deutschland diese Technik“, sagt Oehlmann. Der 42-jährige Pharmazeut, der aus Celle stammt und in Altwarmbüchen wohnt, pachtete das Geschäft an Meyers Garten zusammen mit seiner Frau Sylvia, als Bettina Jänicke-Ulbrich vor fünf Jahren erkrankte und es nicht mehr weiterführen konnte.

Oehlmann ist auch Inhaber der nur 300 Meter entfernt liegenden Waldapotheke; beide zusammen bilden einen Verbund. Fragt man ihn, was sich in der Apothekenwelt geändert hat, dann sagt er zwei Worte: „Schnelle Lieferung.“ Wenn ein Kunde ein Medikament oder ein Präparat braucht, dann bekommt er es in der Regel noch am selben Tag - und zwar bei Bedarf an die Haustür. Ansonsten, sagt Oehlmann, habe sich nicht viel geändert. „Beratung, Service, Freundlichkeit sind wichtig. Aber das war immer schon so.“

Von Bernd Haase

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