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Neues Hallenbad soll 2021 fertig sein

Misburg Neues Hallenbad soll 2021 fertig sein

Die Stadt will im Mai konkrete Pläne für den Schwimmbad-Neubau in Misburg vorlegen. Im Jahr 2021 soll das neue Misburger Bad dann fertig sein. Geplant ist laut der Stadt ein "ganz normales Bad, kein Spaß- oder Wellnessbad". Räume für ein Fitnessstudio sowie eine Physiotherapie sind nicht mehr vorgesehen.

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Das Misburger Bad soll abgerissen und komplett neu aufgebaut werden.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Die Stadt will die konkreten Pläne für den Neubau des Misburger Bades bis zum Mai fertigstellen und dann den Politikern als Beschlussdrucksache vorlegen. Nach Angaben von Christian Schäfer vom Fachbereich Sport und Bäder im Stadtbezirksrat Misburg-Anderten soll das Papier sowohl Details zu den Planungen als auch eine Wirtschaftlichkeitsstudie enthalten.

„Wir planen ein ganz normales Bad, kein Spaß- oder Wellnessbad“, betonte er. Die Baukosten werden auf knapp 16 Millionen Euro netto taxiert und sind im städtischen Investitionsprogramm verankert. Die Eröffnung plant die Stadt für das Jahr 2021. Sie will das Bad selbst betreiben. Vorgesehen sind laut Schäfer ein 25-Meter-Becken, ein Lehrschwimmbecken und ein Planschbecken. Dazu kommen eine Sauna sowie die Sanierung des Außenbeckens. Räume für ein Fitnessstudio sowie eine Physiotherapie sind zum Bedauern einiger Bezirksratsmitglieder zunächst nicht geplant. Beides war im nach Baupfusch stillgelegten Misburger Hallenbad enthalten.

Schäfer bekräftigte, die Planungen für Misburg sowie für das Fössebad in Limmer konkurrierten nicht miteinander. Die Beschlussdrucksache für das Fössebad werde zeitgleich vorgelegt. Eine Sorge konnte er dem Bezirksrat nicht nehmen - diejenige nämlich, ob der Neubau möglicherweise in einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP), einer Art Leasingverfahren, finanziert wird. „Wir sind gebrandmarkt, was ÖPP-Modelle angeht. Wenn es wieder eines geben soll, sind andere an der Reihe“, sagte die CDU-Politikerin Kerstin Seitz. Die irreparablen Schäden, die das Bad unbenutzbar machten, sind bei Renovierungsarbeiten durch den früheren privaten Betreiber entstanden.

Warum bisher kein Abriss?

Der Bezirksrat forderte, die Vereine und die Einwohner in die Planungen einzubinden. Das hat die Stadt auch vor, wenn die Drucksache vorgelegt worden ist. Zuhörer Hans-Joachim Pohl fragte, warum das alte Gebäude noch nicht abgerissen wurde. „Wir betrachten Abriss und Neubau als ein gemeinsames Projekt“, sagte Schäfer. Man wolle auf jeden Fall vermeiden, während des Freibadbetriebes eine Abrissbaustelle direkt in der Nähe zu haben.

Torsten Züchner, stellvertretender Leiter der Schwimmsparte der SG Misburg, verdeutlichte, wie sehr der Verein unter den fehlenden Wasserflächen leidet: „Wir haben 140 Kinder als Mitglieder verloren, weil wir keine passenden Angebote machen können“, sagte er. Die Situation werde sich verschlimmern, wenn im September auch noch das Nord-Ost-Bad, das den Misburgern Zeitkontingente eingeräumt hat, für Wochen wegen Sanierungen schließt. Schäfer konnte dazu nichts Tröstendes sagen.

Anbaden rückt in Reichweite

Das marode Misburger Bad ist Dauerthema nicht nur im Stadtteil. Jetzt sollen zumindest einmal konkrete Pläne auf den Tisch, 2021 soll angebadet werden im neuen Prestigeobjekt. Höchste Zeit, dass aus der Theorie endlich Praxis wird und eine Fertigstellung und Nutzung des neuen Misburger Bades nicht immer weiter nach hinten verschoben wird. Nicht nur Vereine benötigen die Wasserflächen für ihre Nachwuchs- und Freizeitsportler. Auch Schwimmanfänger müssen Möglichkeiten bekommen zu lernen. Stets wird beklagt, dass immer weniger Kinder im Grundschulalter schwimmen können. Vereine und private Schwimmschulen würden dagegen gern mehr unternehmen - und auch daran verdienen - aber die freien Zeiten in den verbliebenen Bädern für den Schwimmunterricht sind rar. Und ein auf wenige Monate angelegter Schul-Schwimmkurs mit zwei Wochenstunden reicht eben oft leider nicht aus, um Kindern beizubringen, sich sicher über Wasser zu halten. Der vorgelegte Zeitplan ist daher eine wichtige und gute Sache. Ob bei den Planungen schließlich noch Wellness und Sauna zum Zuge kommen, ist dann eher zweitrangig.

Ein Kommentar von Susanna Bauch

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Misburg in Zahlen
  • Stadtbezirk : Misburg-Anderten, 5. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 32.300
  • Einwohner je Stadtteil: Anderten (ca. 7.600 Ew.), Misburg-Nord (ca. 21.900 Ew.) und Misburg-Süd (ca. 2.600)
  • Postleitzahl : 30559, 30627, 30629, 30655
  • Geschichte: Misburg wurde 1974 im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform nach Hannover eingemeindet.
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