Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Misburg Neues Hallenbad soll 2021 fertig sein
Hannover Aus den Stadtteilen Misburg Neues Hallenbad soll 2021 fertig sein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 24.03.2017
Von Bernd Haase
Das Misburger Bad soll abgerissen und komplett neu aufgebaut werden. Quelle: Michael Thomas
Anzeige
Hannover

Die Stadt will die konkreten Pläne für den Neubau des Misburger Bades bis zum Mai fertigstellen und dann den Politikern als Beschlussdrucksache vorlegen. Nach Angaben von Christian Schäfer vom Fachbereich Sport und Bäder im Stadtbezirksrat Misburg-Anderten soll das Papier sowohl Details zu den Planungen als auch eine Wirtschaftlichkeitsstudie enthalten.

„Wir planen ein ganz normales Bad, kein Spaß- oder Wellnessbad“, betonte er. Die Baukosten werden auf knapp 16 Millionen Euro netto taxiert und sind im städtischen Investitionsprogramm verankert. Die Eröffnung plant die Stadt für das Jahr 2021. Sie will das Bad selbst betreiben. Vorgesehen sind laut Schäfer ein 25-Meter-Becken, ein Lehrschwimmbecken und ein Planschbecken. Dazu kommen eine Sauna sowie die Sanierung des Außenbeckens. Räume für ein Fitnessstudio sowie eine Physiotherapie sind zum Bedauern einiger Bezirksratsmitglieder zunächst nicht geplant. Beides war im nach Baupfusch stillgelegten Misburger Hallenbad enthalten.

Schäfer bekräftigte, die Planungen für Misburg sowie für das Fössebad in Limmer konkurrierten nicht miteinander. Die Beschlussdrucksache für das Fössebad werde zeitgleich vorgelegt. Eine Sorge konnte er dem Bezirksrat nicht nehmen - diejenige nämlich, ob der Neubau möglicherweise in einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP), einer Art Leasingverfahren, finanziert wird. „Wir sind gebrandmarkt, was ÖPP-Modelle angeht. Wenn es wieder eines geben soll, sind andere an der Reihe“, sagte die CDU-Politikerin Kerstin Seitz. Die irreparablen Schäden, die das Bad unbenutzbar machten, sind bei Renovierungsarbeiten durch den früheren privaten Betreiber entstanden.

Warum bisher kein Abriss?

Der Bezirksrat forderte, die Vereine und die Einwohner in die Planungen einzubinden. Das hat die Stadt auch vor, wenn die Drucksache vorgelegt worden ist. Zuhörer Hans-Joachim Pohl fragte, warum das alte Gebäude noch nicht abgerissen wurde. „Wir betrachten Abriss und Neubau als ein gemeinsames Projekt“, sagte Schäfer. Man wolle auf jeden Fall vermeiden, während des Freibadbetriebes eine Abrissbaustelle direkt in der Nähe zu haben.

Torsten Züchner, stellvertretender Leiter der Schwimmsparte der SG Misburg, verdeutlichte, wie sehr der Verein unter den fehlenden Wasserflächen leidet: „Wir haben 140 Kinder als Mitglieder verloren, weil wir keine passenden Angebote machen können“, sagte er. Die Situation werde sich verschlimmern, wenn im September auch noch das Nord-Ost-Bad, das den Misburgern Zeitkontingente eingeräumt hat, für Wochen wegen Sanierungen schließt. Schäfer konnte dazu nichts Tröstendes sagen.

Anbaden rückt in Reichweite

Das marode Misburger Bad ist Dauerthema nicht nur im Stadtteil. Jetzt sollen zumindest einmal konkrete Pläne auf den Tisch, 2021 soll angebadet werden im neuen Prestigeobjekt. Höchste Zeit, dass aus der Theorie endlich Praxis wird und eine Fertigstellung und Nutzung des neuen Misburger Bades nicht immer weiter nach hinten verschoben wird. Nicht nur Vereine benötigen die Wasserflächen für ihre Nachwuchs- und Freizeitsportler. Auch Schwimmanfänger müssen Möglichkeiten bekommen zu lernen. Stets wird beklagt, dass immer weniger Kinder im Grundschulalter schwimmen können. Vereine und private Schwimmschulen würden dagegen gern mehr unternehmen - und auch daran verdienen - aber die freien Zeiten in den verbliebenen Bädern für den Schwimmunterricht sind rar. Und ein auf wenige Monate angelegter Schul-Schwimmkurs mit zwei Wochenstunden reicht eben oft leider nicht aus, um Kindern beizubringen, sich sicher über Wasser zu halten. Der vorgelegte Zeitplan ist daher eine wichtige und gute Sache. Ob bei den Planungen schließlich noch Wellness und Sauna zum Zuge kommen, ist dann eher zweitrangig.

Ein Kommentar von Susanna Bauch

Dem Schimmelpilz auf der Misburger Herz-Jesu-Kirchorgel geht es an den Kragen. Eine Ozon-Begasung vernichtet den Schädling und markiert gleichzeitig den Auftakt für die anschließende Sanierung. Der Verkauf exklusiver Kunstdrucke soll nun helfen, die Kosten für die insgesamt 35.000 Euro teure Sanierung ein wenig zu kompensieren.

22.03.2017

Im Fall der ausgebrannten Bar in Misburg sieht die Staatsanwaltschaft ein hohes Fluchtpotenzial beim Barbesitzer. Dieser hatte zunächst angegeben, überfallen worden zu sein. Die Polizei geht jedoch davon aus, dass der Inhaber den Überfall nur vorgetäuscht hat und ermittelt jetzt gegen den 31-Jährigen.

16.03.2017

In Misburg ist in der Nacht zu Mittwoch eine Bar ausgebrannt. Drei Männer hörten Hilferufe aus dem Gebäude an der Kurzen Straße und retteten den Barbesitzer vor den Flammen. Dieser hatte an den Füßen gefesselt im Keller gelegen. Die Polizei hat allerdings Zweifel an der Darstellung der Ereignisse durch das Opfer.

15.03.2017
Anzeige