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Misburg Papenburg will Misburger Hafen zuschütten
Hannover Aus den Stadtteilen Misburg Papenburg will Misburger Hafen zuschütten
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02:15 22.06.2017
Von Bernd Haase
Lageplan des Misburger Zementhafen.
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Hannover

Die Unternehmensgruppe Papenburg hat jetzt einen wichtigen Schritt unternommen, um eine Genehmigung zum Verfüllen des nicht mehr genutzten Misburger Zementhafens zu bekommen. Wie aus einer Antwort der Regionsverwaltung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht, sind nach langem Vorlauf offizielle Anträge eingegangen.

„Es liegen Unterlagen für einen wasserrechtlichen Planfeststellungsbeschluss vor“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Dies besitze Konzentrationswirkung, sodass alle vom Vorhaben betroffenen Rechtsgebiete zu prüfen und zu regeln seien.

Mit dem wasserrechtlichen Verfahren sei eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen und die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung abzuarbeiten. Heißt zusammengefasst: Das Unternehmen muss nachweisen, dass Flora und Fauna nicht leiden, wenn es das Hafenbecken zuschüttet.

Die Hafenfläche gehört dem Unternehmer Günter Papenburg. Er will sie in sein umliegendes Industrieareal eingliedern und begründet das auch mit neuen Möglichkeiten der Schwerlastverkehrführung weg von der stark befahrenen Anderter Straße.

Das Thema ist in Misburg seit langer Zeit Aufreger. Gegen die Pläne haben sich der komplette Stadtbezirksrat, der Bund für Umwelt- und Naturschutz, die örtlichen Naturfreunde sowie Anwohner ausgesprochen und 2400 Unterschriften gesammelt.

Sie befürchten die Zerstörung eines Biotops mit seltenen Tierarten und eine Beeinträchtigung des angrenzenden Naturschutzgebietes. Mitzureden hat auch die Stadt Hannover über den Flächennutzungsplan. Die Verwaltung befürwortet die Pläne, in der Ratspolitik herrscht Skepsis.     

Im westlichen Steinbruchsfeld stehen die Planungen. Für bis zu 20 Millionen Euro will Investor Hochtief Infrastructure hier 68 Mietwohnungen in einem Gebäudekomplex mit Wohnungen, Geschäften, Gastronomie und einem Quartiersplatz entstehen lassen. Im östlichen Steinbruchsfeld stehen die Planungen hingegen noch am Anfang.

Bernd Haase 01.06.2017

Eine 86-Jährige ist das Opfer von zwei Trickbetrügern geworden. Laut Polizei hatten sich die Unbekannten am Sonnabend in der Julius-Brecht-Straße (Misburg) als Schornsteinfeger ausgegeben. „Die beiden klingelten gegen 15.30 Uhr an der Tür der Seniorin“, sagt Polizeisprecher Mirco Nowak.

15.05.2017

Das städtische Projekt „Mein Quartier 2030“ hat nun auch den Stadtbezirk Misburg-Anderten erreicht. Er ist nach Buchholz-Kleefeld, Ricklingen und Ahlem, Badenstedt, Davenstedt der vierte, für den ein integriertes Entwicklungskonzept erarbeitet werden soll.

Bernd Haase 06.05.2017
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