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Misburg SPD schmiedet an einer Mehrheit
Hannover Aus den Stadtteilen Misburg SPD schmiedet an einer Mehrheit
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00:15 03.11.2016
Von Bernd Haase
Klaus Dickneite (SPD) soll Bürgermeister bleiben - zum Ärger von CDU-Ortsvereinschef Patrick Hoare. Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

Damit dürfte der Sozialdemokrat Klaus Dickneite Bezirksbürgermeister bleiben, Ute Engelhardt von den Grünen seine Stellvertreterin. Die CDU bliebe außen vor. „Wir richten uns auf Opposition ein“, sagt ihr Ortsvereinsvorsitzender Patrick Hoare.

Bei den Kommunalwahlen hatten SPD und Grüne ihre Mehrheit verloren. Im neuen Stadtbezirksrat haben SPD und CDU je sieben Sitze, die Grünen zwei, FDP, Linke und Piraten je einen. Ein rot-grünes Bündnis braucht also mindestens einen der drei Einzelvertreter aus den anderen Parteien, um weiterhin Mehrheiten bilden zu können.

Breite Übereinstimmung zwischen den Parteien

Bei den großen politischen Themen im Stadtbezirk gibt es eine breite Übereinstimmung zwischen den Parteien - beim Wiederaufbau des Hallenbades oder der Zukunft von Bürgerhaus und Rathaus beispielsweise. Das hat sich, wie Dickneite und Hoare bestätigen, auch in Gesprächen zwischen SPD und CDU gezeigt, die zusammen eine stabile Mehrheit hätten. Allerdings haben beide Politiker Anspruch auf den Posten des Bezirksbürgermeisters erhoben. „Wir sind bei den Wahlen stärkste Partei geblieben“, sagt Dickneite. Hoare verweist darauf, dass die CDU Zugewinne an Stimmen erzielt und einen Sitz gewonnen hat. Den Vorschlag der CDU, dass beide Spitzenkandidaten sich abwechseln und jeweils zweieinhalb Jahre amtieren, lehnte die SPD ab. „Dass Posten in der Politik wichtiger sind als Inhalte, verwundert mich sehr. Die Sozialdemokraten wollen so weitermachen wie bisher und ignorieren den Wählerwillen“, kritisiert Hoare.

SPD will mit allen Parteien reden

Dickneite betont, dass die SPD stets gesagt habe, sie werde mit allen Parteien reden. Die Grünen weiß sie ohnehin an ihrer Seite. Die FDP nimmt sich den hannoverschen Stadtrat zum Vorbild, wo sie zwar kein formelles Bündnis mit Rot-Grün eingegangen ist, aber Zusammenarbeit zugesichert hat. „Auch Linke und Piraten sind daran grundsätzlich interessiert“, sagt Dickneite. Inhaltliche Verabredungen habe man getroffen. Wie das Ganze in Formalien gegossen wird - immerhin sind mit FDP und Linken in ihrer politischen Ausrichtung recht unterschiedliche Parteien involviert - soll bis zur konstituierenden Sitzung festgezurrt werden.

Letztere findet am Mittwoch, 2. November, 19 Uhr, im Misburger Rathaus an der Waldstraße statt. Im Mittelpunkt stehen naturgemäß die Wahlen zum Bezirksbürgermeister und zum stellvertretenden Bezirksbürgermeister. Darüber hinaus geht es einmal mehr um die Verkehrssituation in Anderten als Folge der Brückensperrungen sowie um den geplanten Stadtteilpark Steinbruchsfeld.

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