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Misburg Schadstoffbelastung auf Kertess-Gelände geht zurück
Hannover Aus den Stadtteilen Misburg Schadstoffbelastung auf Kertess-Gelände geht zurück
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00:15 20.03.2016
Von Bernd Haase
Schadstoffe im Boden: Auch auf dem ehemaligen Kertess-Gelände in der Südstadt war Gift im Boden gefunden worden. Seit 1995 verhindern Betonwände, dass es das Grundwasser verseucht. Heute steht auf dem Areal ein Fachmarktzentrum.   Quelle: Martin Steiner (Archiv)
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Misburg-Süd

Das Rathaus hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die Entwicklung nachvollziehen zu können. Die Ergebnisse wurden dem Stadtbezirksrat Misburg-Anderten mitgeteilt.

Nach der Kertess-Pleite vor knapp zwei Jahrzehnten war entdeckt worden, dass über Jahre große Mengen von leicht flüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen in den Untergrund gelangt waren. Dennoch wurde das Gelände nicht ins Forschungsprogramm zur Sanierung von kontaminierten Böden aufgenommen - „aus fachlichen, finanziellen und formalen Gründen“, wie es hieß. Stattdessen beobachtete die Stadt mit einem Grundwassermessnetz die Entwicklung der Schadstoffe und deren Ausbreitung.

Die Gutachter haben nun herausgefunden, dass in einem der beiden Haupteintragsbereiche die Schadstoffgehalte von anfänglich 150 Milligramm je Liter auf 40 Milligramm gesunken sind. Das belastete Wasser bewegt sich im Untergrund nicht. Vom zweiten Bereich aus bewegt sich eine Grundwasserfahne zunächst Richtung Westen und dann auf den Mittellandkanal zu. Auch dort sind die Werte rückläufig, es gelten aber weiterhin Nutzungseinschränkungen für Gartenbrunnen.

Die Stadt will die Grundwasserbelastung weiter messen. „Erfolg versprechende Sanierungsverfahren gibt es nach wie vor nicht. Eine Sanierung wird allerdings wegen des hohen natürlichen Abbaupotenzials auch nicht für erforderlich gehalten“, teilt die Stadt mit. Auf dem Kertess-Gelände befinden sich heute noch zwei Werkhallen sowie ein Lkw-Parkplatz.

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