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Misburg Wenig Resonanz bei Bürgerbeteiligung zum Misburger Bad
Hannover Aus den Stadtteilen Misburg Wenig Resonanz bei Bürgerbeteiligung zum Misburger Bad
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07:00 25.08.2017
Von Bernd Haase
Architekt Andreas Veauthier (rechts) erläutert Bürgern im Gespräch die Pläne für den Bad-Neubau. Quelle: Haase
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Hannover

Sie hoffe, sagte Sportdezernentin Konstanze Beckedorf, „dass wir Bürger animieren können, sich in die weiteren Planungen zum Misburger Bad aktiv einzubringen.“ Da ist durchaus noch Luft nach oben. Bei der ersten Informations- und Beteiligungsveranstaltung der Stadt zum Thema im Bürgerhaus blieben die meisten Plätze im großen Saal leer. Unter den rund 50 Interessierten, die gekommen waren, befanden sich viele Lokalpolitiker und Vereinsvertreter.

Vielleicht liegt es daran, dass nach den politischen Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit in der Bürgerschaft der Eindruck besteht, es sei ohnehin schon alles eingetütet. Der Sportausschuss des Rates hat den Grobplanungen, die ein 25-Meter-Bad, ein Lehrschwimmbecken und eine Saunalandschaft vorsehen, mehrheitlich seinen Segen erteilt. Dass daran noch gerüttelt wird, ist anders als bei den parallel laufenden Planungen zum Fössebad in Limmer nicht zu erwarten – zumal die Stadt den Kostenrahmen von 19 Millionen Euro einhalten will.

Detailanregungen sind willkommen

„Wir nehmen alle Anregungen mit“, betonte Beckedorf, was einen Zuhörer zu der Frage animierte, ob es denn überhaupt noch finanzielle Manövriermasse gebe. „Ja“, sagte Architekt Andreas Veauthier aus Berlin, warnte aber gleichzeitig davor, bei den Wünschen übers Ziel hinauszuschießen. Über die Grundausrichtung, ein Bad für alle Generationen mit Ausrichtung auf die Bedürfnisse von Sportlern, Senioren und Schülern, aber mit nur „moderater Freizeitausrichtung“ zu bauen, sei entschieden.

Wenn Veauthier und Beckedorf über Anregungen sprechen, haben sie in erster Linie Details im Sinn – die Ausstattung der Becken mit Einstiegstreppen oder einem Lifter für Körperbehinderte beispielsweise, die Frage nach Lagerräumen für die Utensilien der Sportler oder die Wasserfläche des Lehrschwimmbeckens.

Weitere Treffen geplant

Die Forderungen, die der Bezirksrat hatte und die auch einige Besucher in der bei derartigen Veranstaltungen mittlerweile beliebten Kleingruppenarbeit äußerten, sind, gelinde gesagt, umfassender. Es geht um Physiotherapie und Fitness, die es im alten Hallenbad gab, die aber nun nicht mehr in den Planungen auftauchen. Es geht um Gastronomie, Whirlpools, Rutschen und einen Sprungturm. Das wäre dann doch ein anderes Bad, als es die Planer bisher konzipiert haben.

Beckedorf kündigte weitere derartige Veranstaltungen an. „Wir sehen uns hoffentlich häufiger“, sagte sie. Demnächst allerdings wird der Rat die Grobplanung endgültig durchgewunken haben. Wer dann noch mitmacht, hat Freude an Detailarbeit.

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