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Ehrenamtliche erhalten Integrationspreis 2017

Mitte Ehrenamtliche erhalten Integrationspreis 2017

Die Stadt hat im Neuen Rathaus die Integrationspreise 2017 verliehen. Und sie lobt einen neuen Ideenwettbewerb aus unter dem Motto: „Grundrechte für Alle, die in Hannover leben“, Einsendeschluss ist der 31. Januar 2018.

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Freuen sich über den Integrationspreis (mit Blumensträußen, v.l.): Sahabeddin Buz, Sevinç Ezbük, Martina Niederlag, Nelly Hagen, Gabriele Wicke (mit Krücken), Florian Krauss und Nadine Töppler. Von links: Elif Gençay-Drews, Konstanze Beckedorf, Thomas Hermann, Wolfgang Puschmann, Koralia Sekler.

Quelle: Sonja Steiner

Mitte. In feierlichem Rahmen im vollbesetzten Mosaiksaal des Neuen Rathauses wurden zum vierten Mal Integrationspreise für besonderes ehrenamtliches Engagement vergeben. Ausgelobt wurden die mit je 1000 Euro dotierten Auszeichnungen vom Gesellschaftsfonds für Zusammenleben (GFZ) der Stadt Hannover. „Sie alle sind Begleiter in ein neues Leben!“, würdigte Juror Wolfgang Puschmann die sieben Männer und Frauen, die sich auf vielfältige Weise für das Zusammenleben der Kulturen und Religionen in Hannover engagieren. „Denn ein Willkommen geflüchteter Menschen reicht nicht, es muss auch zur Integration kommen“, betonte Puschmann, der zusammen mit Elif Gençay-Drews, Milan Pejić und Koralia Sekler (Kuratoriumsvorsitz) seit 2009 die Integrationspreise vergibt. Stadträtin Konstanze Beckedorf hob die Haltung derjenigen hervor, die ihre Zeit, Energie und ihre Arbeit zugunsten anderer Menschen einsetzten. „In einer Zeit von Flucht, Krieg, Gewalt und spürbar zunehmendem Rassismus kommt dem Ehrenamt im Bereich Integration eine besondere Bedeutung zu.“ Sahabeddin Buz aus Hannover-Mitte ist einer der Preisträger. Er engagiert sich seit 1980 für Offenheit und ein Miteinander unterschiedlicher Religionen. „Sie sind eine Institution in Hannover!“, würdigte Laudatorin Elif Gençay-Drews Buz, der unter anderem den interkulturellen Verein Can Arkadaş mit gegründet hat. Sevinç Ezbük, pensionierte Fremdsprachenlehrerin und Autorin von Kinder und Lehrbüchern ist seit knapp 40 Jahren ehrenamtlich tätig, sie unterrichtet in einer bilingualen Klasse in Linden und ist dort auch im Frauencafé in der Faust engagiert. „Sie setzten sich als eine der ersten Frauen für die Bildung türkischer Frauen ein, Sie sind Menschenrechtlerin, Lehrerin“, begründete Koralia Sekler die Preisverleihung. Nelly Hagen aus Linden erhielt den Preis für ihre Gründung einer Pateninitiative für unbegleitete geflüchtete Jugendliche, Florian Krauss aus Bemerode für sein langjähriges Engagement in einen Familientreff. Die beiden Künstlerinnen Gabriele Wickler und Nadine Töppler aus Lehrte wurden für ihr künstlerisches und soziales Engagement unter anderem für Obdachlose und für geflüchtete Menschen, so bei dem Kunstprojekt „Grenzenlos“ ausgezeichnet. Martina Niederlag aus der List wurde mit dem Preis für ihren Einsatz für Flüchtlinge unter dem Motto „Vom ihr zum wir“ und ihr internationales Kochbuch gewürdigt. „Sie ist immer dort zur Stelle, wo eine helfende Hand und ein Kopf zum Mitdenken gefragt sind“, lobte Wolfgang Puschmann die Preisträgerin.

Die Jury ist auch für die Mittelvergabe für den Ideenwettbewerb des GFZ zuständig, der jährlich ausgelobt wird. „Der Ideenwettbewerb ist etwas ganz Besonderes, denn er stärkt das Zusammenleben in Hannover. Und ich freue mich, dass die ehrenamtliche Jury schon so lange so gut zusammenarbeitet“, meinte Bettina Doering, die seit November den Fachbereich Integration und Migration bei der Stadt leitet.

Das Motto für den zehnten Wettbewerb lautet: „Grundrechte für Alle, die in Hannover leben“, bewerben können sich Gruppen, Vereine, Verbände, aber auch Schulen. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2018. Weitere Infos gibt es unter: www.integration-hannover.de

Von Sonja Steiner

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