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Kaffeehaus ist auch mit Handicaps erfolgreich

Café Anna Leine Kaffeehaus ist auch mit Handicaps erfolgreich

Auch nach einem Jahr Betrieb ist das Café Anna Leine im VHS-Gebäude nur schwer zu erreichen. Auch eine Außenterrasse gibt es noch nicht. Dennoch ist das gastronomische Inklusionsprojekt ein Erfolg.

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Die Hannoverschen Werkstätten feiern mit dem Kaffeehaus Anna Leine ein Jahr erfolgreiche Inklusion am Altstadtufer.

Quelle: privat

Hannover. Seinen größten Trumpf - die exklusive Lage am Altstadtufer - konnte das Kaffeehaus Anna Leine noch gar nicht richtig ausspielen. Trotzdem ziehen die Hannoverschen Werkstätten (HW) für ihr gastronomisches Inklusionsprojekt am Altstadtufer ein äußerst positives Zwischenfazit: „Nach einem Jahr Regelbetrieb können wir sagen: Das Konzept ist bestens aufgegangen“, sagt HW-Geschäftsführerin Vera Neugebauer. „Einmal mehr ist es uns gelungen, Inklusion mitten in den gesellschaftlichen Alltag zu integrieren.“

Hinter dem Café Anna Leine steht die Idee, dass Menschen mit und ohne Behinderungen ganz normal zusammenarbeiten. Ohne Mitleidsbonus soll sich das Café als ganz regulärer Betrieb im Erdgeschoss des neuen VHS-Gebäudes am Hohen Ufer behaupten. Das funktioniert. Gerade die im Durchschnitt etwas älteren VHS-Nutzer spricht das Kaffeehaus an. In moderner, aber gemütlicher Atmosphäre treffen sich die Gäste hier zum Plaudern - ohne störende Hintergrundmusik oder andere Ablenkungen. Neben Kaffeespezialitäten stehen selbst gebackener Kuchen und täglich wechselnde Gerichte im Angebot - Nackenbraten in Knoblauchkräuterjus oder Bio-Pasta in Schinkensahnesoße etwa.

Mitarbeiter machen große Fortschritte

„Unser Ziel war es, Menschen mit Behinderung interessante, sinnvolle Arbeitsplätze zu bieten“, sagt Neugebauer. Dadurch sollen sie eine Chance erhalten, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu beweisen. „Starke Motivation war von Anfang an vorhanden, aber gerade auch in puncto Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein haben die Mitarbeiter große Fortschritte gemacht“, berichtet Service-Chefin Eske Nentwig.

Fortschritte sind auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu erwarten. Wegen der benachbarten Helma-Baustelle ist das Café Anna Leine derzeit nur schwer erreichbar. Wer aus Richtung Platz der Göttinger Sieben kommt, kann nicht den direkten Weg zum Kaffeehaus am Altstadtufer entlang nehmen, sondern muss einen Umweg über den VHS-Haupteingang einlegen. Wegen der andauernden Bauarbeiten kann das Café auch immer noch keine Außenbewirtschaftung anbieten. „Der Blick von der Außenterrasse auf die Leine wird ein Gäste-Magnet“, ist sich Neugebauer sicher.

Wann genau die Außenterrasse in Betrieb gehen kann, ist noch unklar. Helma plant ein Bauende im Lauf des Jahres 2017, nachdem es hier bereits zu erheblichen Verzögerungen gekommen war.

Von Christian Link

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