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Künstlerischer Blick ins Glas

Mitte Künstlerischer Blick ins Glas

Schüler der Elsa-Brändström-Schule haben sich einem wichtigen und schwierigen Thema künstlerisch genähert: Eine Ausstellung in den Räumen des Jugendschutzes zeigt nun ihre Werke zum Thema Alkohol.

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Gloria Combarros Andres, Katharina Mörk, Hanna Scholz und Sabine Hinz-Heidrich auf der Galerie in den Räumen des Jugendschutzes. Das Bild „Blurred“ ist das mittlere. Die mitunter verheerende Wirkung zeigt Lea Oltersdorf (17) anhand kleiner Figuren auf und im Cocktailglas.Fotos: Steiner (2)

Mitte. Mitte. Eine Figur stürzt sich in das Glas, eine andere hat ihr auf dem Rand sitzend den Rücken zugekehrt, eine dritte schaut sich das Geschehen an. Winzig klein sind diese Symbolfiguren auf dem Cocktailglas, die Lea Oltersdorf (17) aus Modelliermasse geschaffen hat. Sie will damit die verschiedenen Wirkungsweisen des Alkohols darstellen. „Manche gehen unter, manche halten aber auch die Balance“, erklärt sie.

Ihr Objekt gehört zu einer Ausstellung mit dem Titel „Alkohol in der Gesellschaft“ in den Räumen des Jugendschutzes in der Herrenstraße. Organisiert wurde sie von Sabine Hinz-Heidrich und Gloria Combarros Andres im Rahmen des Programms „Mehr Fun - weniger Alkohol“, gestaltet von Schülerinnen und Schülern des 11. und 12. Jahrgangs der Elsa-Brändström-Schule. Zu sehen sind Filme, Objekte, Fotos sowie fototechnische Arbeiten und Bilder, die mit unterschiedlichen Techniken gefertigt wurden. Einige von ihnen erzählen Bildergeschichten, auf vielen sind Gesichter zu sehen, in denen sich die unterschiedlichsten Gefühle widerspiegeln. „Das sind Arbeiten, die sind auf hohem Niveau, Hut ab“, meint Rita Maria Rzyski, Dezernentin für Bildung, Jugend und Familie beeindruckt. „Was mich interessiert, ist, was hält Sie davon ab, zu viel zu trinken? Wo ist das persönliche Limit? Und gehen Sie mit Alkohol anders um, nachdem Sie sich mit dem Thema künstlerisch auseinandergesetzt haben?“, fragte sie bei der sehr gut besuchten Vernissage.

Für Hanna Scholz ist die Sache klar: „Ich sage nicht grundsätzlich Nein, kann aber auch Spaß ohne Alkohol haben.“ Zusammen mit Katharina Mörk (16) hat sie das Bild „Blurred“ gemalt, eine Art Strudel, der „die verschiedenen Stufen der Alkoholwirkung darstellen soll“, erzählt Hanna. „Blurred heißt so viel wie benebelt, und man sieht, wie die Gefühle erst positiv sind und dann immer negativer werden, bis hin zu ganz schwarz.“

Entstanden ist die Ausstellung durch einen persönlichen Kontakt, erzählt Kunstlehrerin Ina Kolb. „Frau Hinz-Heidrich und Frau Andres kamen dann in unsere Schule und berichteten von ihrer Arbeit, und da entstanden schon die ersten Bilder im Kopf.“ Aufgabe war es, das Thema Alkohol und seine sozialen Aspekte in allen Facetten zu beleuchten. „Vorgegeben war nur, dass Alkohol dabei weder verherrlicht noch verdammt werden sollte“, berichtet Ina Kolb und lobt die beiden Organisatorinnen für ihr, so Kolb, „professionelles und erfolgreiches Engagement“. Hinz-Heidrich gibt das Kompliment gleich an die Schülerinnen und Schüler weiter: „Ich sehe euren Arbeiten an, dass das, was wir euch erzählt haben, auch wirklich angekommen ist, das finde ich ganz toll!“

Die Ausstellung „Alkohol in der Gesellschaft“ ist noch am Freitag, 3. Juni, zu sehen, von 9 bis 15 Uhr im Fachbereich Jugend und Familie - Jugendschutz Straßensozialarbeit, Herrenstraße 11, 30 159 Hannover, Telefon: (05 11) 16 84 43 64, Mail: 51.52@hannover-stadt.de. Von Sonja Steiner

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